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Strafe in Milliardenhöhe droht – Exportstärke Deutschlands wird untersucht

Deutschland droht Strafe wegen ExportüberschussDie Exportstärke Deutschlands steht momentan im Fokus der EU-Kommission. Diese hat Bedenken bezüglich dieser Stärke. Es ist durchaus möglich, dass auf Deutschland ein Bußgeld zukommt in Milliardenhöhe.

Deutschland weist einen recht hohen Überschuss auf beim Export, und dies veranlasst die EU-Kommission nun, dies näher zu untersuchen. Am heutigen Mittwoch wurde in Brüssel mitgeteilt, dass man eine tiefergehende Analyse durchführen wird, dabei stehen sowohl interne Faktoren als auch externe Faktoren im Mittelpunkt. Damit soll festgestellt werden, ob es Ungleichgewichte gibt in der Wirtschaft. Deutschland steht aber damit nicht allein da, denn auch Luxemburg wird dies durchlaufen.

Mit den Ergebnissen dieser Analyse wird im kommenden Frühjahr gerechnet. Sollte es wirklich hart kommen, dann droht Deutschland ein Bußgeld, das sich in Höhe von 0,1 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung befindet. Dies bedeutet, dass rund 2,7 Milliarden Euro fällig werden könnten.

Ein Leistungsbilanzüberschuss, der mehr als 6 Prozent beträgt von der Wirtschaftsleistung, wird seitens der EU-Kommission eingestuft als Gefährdung der Stabilität. In dem Fall, dass es Staaten gibt, die ein Plus aufweisen bei der Exportbilanz, muss es auch so sein, dass andere Staaten wiederum ein Defizit haben. Deutschland ist eine Exportnation, und somit ist dies gut, allerdings könnten die Nachbarn darauf mit Verärgerung reagieren. Der Grund dafür ist schnell gefunden, denn die Unternehmen der Nachbarländer bekommen dadurch Konkurrenz für die eigenen Produkte.

Eine Verringerung von einem guten Plus bei der Außenhandelsbilanz ist einfach möglich, indem der Binnenkonsum gestärkt wird. Dies bedeutet, dass verstärkt Produkte gekauft werden aus anderen Ländern. Schon seit längerer Zeit fordert daher die EU Deutschland dazu auf, den Konsum und auch die Investitionen zu stärken. Dies könnte beispielsweise erfolgen durch niedrigere Sozialversicherungsbeiträge und auch Steuern, oder durch die Einführung eines Mindestlohns.

Für diese Untersuchung der EU wird bei den Indikatoren jeweils ein Zeitraum betrachtet von drei Jahren, da das gesamte wirtschaftliche Bild eines Landes benötigt wird. Erst am vergangenen Freitag war durch das Statistische Bundesamt bekanntgegeben worden, dass es im September einen neuen Rekord beim Überschuss gegeben hat, der bei 20,4 Milliarden Euro lag.

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