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Jetzt rechnet auch die Regierung mit einem gedämpften Wachstum

Momentan ist es noch so, dass die Regierung mit einem Wirtschaftswachstum für das nächste Jahr von 1,0 Prozent rechnet. Allerdings wird sie nun die Konjunkturprognose wohl senken, wie das auch schon die Forschungsinstitute getan haben. Dies berichtet der Focus.

Dem Focus sollen Informationen vorliegen, dass die Bundesregierung dabei ist, ihre Prognose zu überarbeiten, und zwar vor dem Hintergrund, dass die Schuldenkrise in Europa noch immer anhält. Daher geht auch sie nun davon aus, dass das Wirtschaftswachstum nun geringer ausfallen wird. Mitte Januar wird sie wohl dementsprechend einen niedrigeren Wert präsentieren als die bisher angenommenen 1,0 Prozent.

Am Montag konnte man aus dem Wirtschaftsministerium nur erfahren, dass die Prognose momentan noch erarbeitet werde. Philipp Rösler werde sie Im Januar gleich zusammen mit dem Jahreswirtschaftsbericht präsentieren.

Bereits in den vergangenen Wochen hatten sich die ganzen Wirtschaftsforscher recht skeptisch gezeigt, und daraufhin ihre Prognosen gesenkt. Die Experten, die am Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung, kurz IMK, tätig sind, erwarten hier einen Rückgang des BIP, des Bruttoinlandsprodukts, um 0,1 Prozent. Beim Ifo-Institut in München rechnet man dagegen noch mit einem leichten Plus von 0,4 Prozent. In diesem Jahr war es so, dass das BIP um drei Prozent angestiegen ist, und das trotz der immer noch anhaltenden Schuldenkrise.

Der Aufsichtsratschef der Strategieberatung Roland Berger widersprach allerdings diesem ganzen zunehmenden Pessimismus im Bereich der Konjunktur. Burkhard Schwenker sagte gegenüber dem Focus, dass er für das nächste Jahr durchaus ein Wirtschaftswachstum erwarte, und zwar um ganze drei Prozent. Er ist der Meinung, dass dies zwar recht ambitioniert sein, aber dennoch auf jeden Fall machbar. Er sagte weiterhin, dass viele der bekannten klassischen Vorhersagemodelle eigentlich gar nicht mehr funktionieren. Seit dem Jahre 2008 sei die Lage der Wirtschaft so komplex, dass man sich überhaupt nur an zentrale Fundamentaldaten halten könne, wenn man die Zukunft auszuloten möchte. Dazu komme, dass der sehr gute Arbeitsmarkt hierzulande dazu beiträgt, dass der Konsum gestützt wird.

Schwenker ist der Meinung, dass die deutschen Firmen so stark sind wie noch nie vorher.

 

Bildquelle: Gerd Altmann  / pixelio.de

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