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Aluminiumkonzern Alcoa hat den richtigen Kurs eingeschlagen

Im Jahr 2012 hatte der US-Aluminiumkonzern Alcoa mit niedrigen Aluminiumpreisen zu kämpfen gehabt. Um dem entgegenzutreten, trat der Konzern recht stark auf die Kostenbremse. Und im letzten Quartal des vergangenen Jahres hat sich dies auch wirklich bezahlt gemacht, denn nun schreibt das Unternehmen endlich wieder schwarze Zahlen.

Die Einsparungen waren recht kräftig gewesen, und die Anstrengungen haben sich auf jeden Fall gelohnt wie man sieht. Insgesamt hat das Unternehmen einen Nettogewinn einfahren können von 242 Millionen Dollar. Dies teilte das Unternehmen, das von Klaus Kleinfeld geführt wird, einem ehemaligen Chef von Siemens, am gestrigen Dienstag mit. Noch ein Jahr zuvor hatte der Konzern einen Verlust melden müssen von 191 Millionen Dollar.

Der US-Aluminiumkonzern ist ein echter Gradmesser für die gesamte Weltwirtschaft. Dies liegt daran, dass das Unternehmen sehr viele sogenannte Schlüsselindustrien beliefert. Erfreut über dieses Ergebnis und auch über den Ausblick zeigen sich natürlich auch die Anleger. Nachbörslich kann die Aktie des Konzerns um 1,3 Prozent zulegen. Charles Bradford, ein Analyst, sagte, dass er sich nicht vorstellen könne, was besser hätte laufen können. Das Ergebnis von Alcoa sei genau das, was man sich auch erwartet habe.

Der Konzern Alcoa mit Sitz in Pittsburgh steht immer unter einer ganz besonderen Beobachtung, und der Grund dafür sind die verschiedenen Kunden des Unternehmens, die aus der Autobranche, der Luftfahrtbranche und auch der Verbraucherelektronikbranche kommen. Alcoa konnte aber nicht nur die in den Konzern gesetzten Erwartungen erfüllen, auch die Prognose für dieses Jahr sieht nicht gerade schlecht aus. Seitens des Unternehmens rechnet man damit, dass es in den Branchen, die es auch beliefert, zu einem Wachstum kommen wird. Man erwartet ein Plus von etwa sieben Prozent bei der globalen Aluminium-Nachfrage, im vergangenen Jahr waren es sechs Prozent gewesen.

Der Nettogewinn, und zwar ohne den Sonderertrag, der aus einem Spartenverkauf kam, liegt bei 64 Millionen Dollar, und somit genau innerhalb des Erwartungen des Marktes. Alcoa konnte die Erwartungen im Bereich des Umsatzes sogar übertreffen, und das, obwohl die Aluminiumpreise gesunken sind und der Umsatz um 1,5 Prozent zurückging auf 5,9 Milliarden Dollar.

Momentan ist eine Tonnen Aluminium für rund 2067 Dollar zu haben. Damit hat er das Sommertief des letzten Jahres, das bei noch weniger als 2000 Dollar lag, hinter sich gelassen. Der Chef des Unternehmens, Klaus Kleinfeld, zeigte sich zufrieden. Man habe sowohl die schwankenden Metallpreise als auch die weltweite Instabilität bewältigen können, um die gesteckten Ziele zu erreichen, und das um vierten Jahr hintereinander. Seiner Meinung nach starte Alcoa ins neue Jahr aus einer „starken Position“ heraus. Dennoch bleibe eine Unsicherheit, und das sei der US-Haushaltsstreit. Dies könne möglicherweise Folgen haben, vor allen Dingen im Bereich der Rüstungsausgaben.

Auch mit dem hauseigenen Sparplan ist das Unternehmen wohl auf Kurs. Es war Alcoa möglich, mit Werksschließungen und auch Produktionskürzungen die Kosten um zwölf Prozent zu senken. Dazu beigetragen habe vor allen Dingen das Zurückfahren von der Fertigung in den Krisenländern des Euro, Italien und Spanien, so Kleinfeld.

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