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Dax bewegt sich kaum zu Beginn des Handels

Zum heutigen Handelsbeginn kommt der Dax kaum von der Stelle, die Anleger warten offensichtlich auf die Entscheidungen von den Notenbanken aus den USA und auch Japan. Auf die Stimmung drücken aber auch die Konjunktursorgen, die in China vorhanden sind.

Der Dax verlor gleich zu Beginn des Handels 0,1 Prozent und landete bei 6871 Zählern. Den Händlern nach sind es die schwachen Exportzahlen, die aus China kamen, die die Konjunktursorgen schürten. Gleichzeitig richteten sich die Anleger wohl aber auch darauf ein, dass wohl die Fed, die US-Notenbank, keine zusätzlichen Maßnahmen ergreifen wird, um die Wirtschaft anzukurbeln. In dieser Woche werden die Währungshüter zu einer regulären Zinssitzung zusammentreffen.

Die Papiere der Commerzbank zählten heute morgen zu den größten Verlierern im Leitindex, sie mussten einen Abschlag hinnehmen von mehr als einem ganzen Prozent. Auf eine regelrechte Talfahrt gingen im MDax die Papiere von ElringKlinger, und zwar nachdem hier die Geschäftszahlen vorgelegt wurden. Das lag daran, dass der operative Ergebnis zurückgeblieben ist hinter den darin gesetzten Erwartungen. Daraufhin verlor diese Aktie gleich gute fünf Prozent.

Am Morgen ist auch der Kurs der Gemeinschaftswährung Euro gerutscht, und zwar auf eine Marke von 1,31 Dollar. Laut der Einschätzung der Landesbank Hessen-Thüringen ist es so, dass der Euro sich geschwächt zeigt von der erfolgten Aktivierung von den Kreditausfallversicherungen, die es im Zusammenhang gegeben hat mit dem griechischen Schuldenschnitt. Bei 1,3093 Dollar stand der Euro zu Beginn des Handels.

Die Börsen in Asien werden durch die schwachen Konjunkturdaten belastet, die aus Japan und China zu vermelden sind. In China war es der Fall, dass hier das größte Handelsdefizit eingefahren worden ist, das es dort seit zehn Jahren gegeben hat. Auch sank das Verbrauchervertrauen zur gleichen Zeit in Japan.

Ein weiterer Grund für eine Zurückhaltung der Anleger waren auch die Sitzungen der US-Notenbank und der Bank von Japan, die noch anstehen. Der Meinung der Analysten nach machen die verbesserten Arbeitsmarktzahlen aus den USA, die am Freitag herauskamen, nur recht wenig Hoffnung auf weitere Maßnahmen seitens der Fed, um die Konjunktur weiter anzukurbeln.

Zwischenzeitlich durchbrach der Nikkei-Index in Tokio im frühen Handel die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Zählern. Dadurch erreichte er kurzzeitig ein neues Sieben-Monats-Hoch. Allerdings hatte sich dies zu Handelsschluss aber wieder abgeschwächt, dort verzeichnete der Nikkei-Index ein Minus von 0,4 Prozent.

Auch der Topix-Index verlor um 0,4 Prozent, er notierte bei 845 Punkten. Abschläge registrierten auch die Börsen von Korea, Taiwan, Hongkong, Shanghai, Australien und Singapur.

Zoll-Daten, die am Wochenende veröffentlicht wurden zeigen, dass das Außenhandelsdefizit von China rund 31,5 Milliarden Dollar im Februar betrug. Hier zogen die Importe sprunghaft an, 39,6 Prozent mehr waren zum Vormonat drin, aber die Exporte blieben weit unter den Erwartungen zurück mit einem Anstieg von lediglich 18,4 Prozent.

Allerdings wiesen die Analysten auch darauf hin, dass die Zahlen verzerrt seien bedingt durch Kalendereffekte. Beispielsweise fiel das Neujahresfest, das immer eine Woche dauert, dieses Jahr in den Januar, und die Betriebe arbeiteten dann im Februar den aufgekommen Lieferstau ab.

Es ist jetzt genau ein Jahr her, dass das Erdbeben und der folgende Tsunami Japan verwüsteten, und noch immer sind sich viele Japaner sehr unsicher, ob die ganze Wirtschaft des Landes überhaupt wieder auf gesunde Beine kommen wird. Auch einer Erholung des Arbeitsmarktes stehen die Japaner noch skeptisch gegenüber. Im Februar fiel das Verbrauchervertrauen daher im Land auf 39,5 Punkte, im Januar waren es noch 40 Punkte gewesen. Alle Werte, die hier unter 50 liegen, zeigen immer eine pessimistische Grundeinstellung der Verbraucher an.

Herausragend bei den Einzelwerten waren vor allen Dingen die Stahlaktien, diese profitierten von einem Kursrückgang des Yen, und außerdem von der Aussicht darauf, dass die Eisenerz-Preise sich verringern werden.

 

Bildquelle: Martin Kolb  / pixelio.de

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