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Wieder einmal steigt der Ifo-Index – die Wirtschaft kontra Krisenstimmung

Man kann es überall beobachten, sämtliche Wachstumsprognosen, die für Deutschland abgegeben worden sind, werden momentan nach unten korrigiert. Zuletzt war dies auch von der Bundesregierung durchgeführt worden. Dennoch ist es so, dass sich die Stimmung innerhalb der Betriebe weiter aufhellt. Bereits zum dritten Mal hintereinander schaffte es der Ifo-Index nun, zuzulegen. Es sieht wohl so aus, als ob die drohende Gefahr der Rezession gebannt worden sei.

Entgegen der gesamten Schuldenkrise und der Konjunkturflaute, die es momentan auf der ganzen Welt gibt, ist die Stimmung wieder einmal gestiegen bei den Firmenchefs in Deutschland, und das bereits zum dritten Mal hintereinander. Der Ifo-Geschäftsklimaindex schaffte es im Januar, um einen ganzen Punkt zu klettern, und er landete somit bei 108,3 Zählern. Dies teilte das Ifo-Institut in München am heutigen Mittwoch mit. Dies ist das Ergebnis von einer Umfrage, die unter 7000 Managern durchgeführt wurde. Einen besseren Wert als diesen hat es zuletzt nur im August des letzten Jahres gegeben. Die Analysten, die hierzu befragt worden waren, hatten zwar auch einen leichten Anstieg erwartet, aber eher auf 107,5 Zähler getippt. Hans-Werner Sinn, Ifo-Präsident, sagte dazu, dass die deutsche Wirtschaft offensichtlich mit viel Elan ins neue Jahr starte. Daher wird die Gefahr einer Rezession immer geringer und auch unwahrscheinlich.

Die deutschen Firmenchefs blicken offensichtlich recht optimistisch auf das nächste halbe Jahr. Hier zeigte sich das Barometer für die Geschäftsaussichten sehr stark und legte ganz überraschend stark zu, und zwar um 2,3, und jetzt liegt es bei 100,9 Zählern. Dagegen fiel allerdings der Index für die Geschäftslage, aber nur recht leicht, und zwar auf 116,3 Punkte von vorher 116,7 Punkten. Gerade in der Industrie ist es so, dass sich die Stimmung ganz besonders verbesserte, und auch in der Baubranche sowie bei den Dienstleistern sieht es nicht anders aus. Etwas nachgelassen hat dagegen die Stimmung im Großhandel und auch im Einzelhandel.

Zu diesen Ergebnissen sagte der Ifo-Experte Klaus Abberger, dass es keine Anzeichen gebe, dass Deutschland in eine Rezession rutsche, die sich auch dann auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar machen könnte. Die Analysten sehen dies auch ähnlich. Ein Experte der UniCredit, Andreas Rees, sagte ebenfalls, dass es keine Anzeichen dafür gebe, dass das Land in eine recht tiefe Rezession rutschen werde. Es gebe einigen Grund für einen Optimismus, und die Konjunktur helle sich am Horizont wieder auf.

Eine erhöhte Zuversicht kann man vor allen Dingen bei den Exporteuren sehen. Hier sei die Stimmung zwar nicht gerade euphorisch, aber im Export haben man den Boden gefunden, so Abberger. Hilfreich sei dabei der schwächere Eurokurs. Dennoch sei es nicht so, dass die Wirtschaft komplett aus dem Schneider sei. Immer noch sei das Thema Schuldenkrise sehr wichtig, und dieses Thema könne auch noch die Konjunktur beschädigen, so der Experte.

Als das wichtigste Konjunkturbarometer in Deutschland wird der Ifo-Index angesehen, denn es sagt die Entwicklung in den kommenden Monaten sehr zuverlässig voraus.

 

Bildquelle: Gerd Altmann  / pixelio.de

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