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Jetzt ist beim Dax erst einmal verschnaufen angesagt

Heute legt der Dax zunächst einmal eine kleine Pause ein. Somit fielen die Kurse am Morgen auch unter die Marke des gestrigen Tages. Erwartet werden am Mittag einige Konjunkturdaten aus den USA und aus der EU, diese könnten durchaus für neuen Schwung sorgen.

Nach der letzten Rekordjagd musste der Dax heute zu Beginn des Handels etwas schwächer starten. Gleich am Anfang verlor er 0,2 Prozent und erreicht somit noch 8.348 Punkte. Am gestrigen Mittwoch hatte er noch schließen können mit einem erneuten Rekord, er lag zu Handelsschluss bei 8.362,42 Punkten. Nachgeben musste auch der MDax, er verlor 0,36 Prozent, so dass er 14.005 Punkte erreicht. Beim TecDax dagegen sind es 0,42 Prozent mehr, er notiert bei 971 Punkten. Nach unten zeigt auch die Tendenz beim EuroStoxx 50, dieser verlor 0,31 Prozent und steht bei 2.801 Punkten.

Den Börsianern nach ist es so, dass einige der Teilnehmer am Markt diese neueste Rekordmarke nutzten, um Gewinne auch realisieren zu können. Zum ersten Mal hatte der MDax den Sprung geschafft über die Marke von 14.000 Punkten. Auch der Dax hatte wieder ein absolutes Rekordhoch erreicht.

Gute Vorgaben für den heutigen Tag kamen aus den USA. Zwar enttäuschten die Konjunkturdaten, dennoch konnte der Dow-Jones-Index zulegen um 0,4 Prozent, er erreicht somit 15.275 Punkte. Verluste musste dagegen der Nikkei-Index hinnehmen, er gab teilweise noch mehr ab als ein Prozent.

Heute Nachmittag werden wieder einige Konjunkturdaten erwartet, die aus den USA kommen werden. Dazu gehören die Zahlen, die zuständig sind für die Wohnbaubeginne im Monat April, aber auch die Erstanträge auf die Arbeitslosenhilfe stehen an. Zudem wird auch noch der Konjunkturindex veröffentlicht von der Federal Reserve Philadelphia.

Sowohl die Deutsche Börse als auch Continental wurden heute gehandelt mit einem Dividendenabschlag, und somit wurden sie automatisch zu einem Verlierer im Dax. Auch Infineon schloss sich hier an, die Papiere des Unternehmens gaben nach um zwei Prozent. Grund dafür soll laut den Händlern sein, dass die Analysten von der UBS die Aktien herunternahmen von der hauseigenen „most preferred list“. Die Societe Generale gab eine Kaufempfehlung für die Aktien von ThyssenKrupp, und somit gewannen diese gleich 0,3 Prozent dazu.

Größter Verlierer im MDax war heute Kabel Deutschland, mehr als vier Prozent mussten die Papiere abgeben. Seitens der Händler wurde darauf verwiesen, dass Vodafone zusammenarbeite mit der Deutschen Telekom bezüglich der Nutzung vom VDSL-Netz. Dies sei eine Kooperation, die eine Konkurrenz darstelle für Kabel Deutschland, so ein Börsianer.

Etwas Luft holen kann momentan Zypern. Den Angaben des IWF nach vom gestrigen Tag werden die Finanzhilfen für das verschuldete Land freigegeben in einer Höhe von mehr als einer Milliarde Euro. Als Gegenleistung hat sich Zypern verpflichtet, eine ganze Reihe an Bedingungen zu erfüllen, die die internationalen Geldgeber gestellt haben für die Hilfen. Dazu gehört auch die komplette Abwicklung von der zweitgrößten Bank in Zypern.

Einer Studie nach ist es so, dass die Banken Zyperns momentan noch keine Erfolge vorweisen können beim Thema der Geldwäsche-Bekämpfung. Ein Bericht, erstellt von dem Expertenausschuss Moneyval vom Europarat zusammen mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte, brachte hervor, dass das gesamten zyprische Bankensystem noch um einiges anfälliger sein soll, als man bisher befürchtet hatte. In einigen Fällen seien sowohl die Schutzmaßnahmen der Kreditinstitute als auch die Kontrollen einfach nur mangelhaft gewesen.

 

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