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Der Dax verliert jetzt langsam die Puste

Seit einigen Tag hält beim Dax bereits die Gewinnserie an, aber nun ist sie zunächst einmal wohl beendet. Viele Anleger halten sich heute zurück, denn die Entscheidung der Fed, der US-Notenbank, steht an. Einen massiven Einbruch mussten heute die Aktien des Luftfahrtkonzerns EADS hinnehmen.

Am heutigen Donnerstag Vormittag muss der Aktienmarkt in Deutschland zunächst einmal ganz leichte Verluste hinnehmen. Der Blick der Anleger geht heute eindeutig in Richtung der Zinsentscheidung von der Fed, der US-Notenbank, die nach Börsenschluss ansteht. Hier geht es auch um die weitere Geldpolitik der Notenbank.

Daher ist sehr wahrscheinlich im Vorfeld erst einmal Zurückhaltung angesagt, zumindest rechnen die Händler damit. Am Vormittag gab der Dax daher nach um 0,46 Prozent, er steht somit bei 7309 Punkten. Der Dax hatte noch am gestrigen Tag ein ganz neues Hoch markiert seit dem Juli 2011, nach der Entscheidung des Verfassungsgerichts zum ESM konnte er auf 7410 Punkte steigen. Auch der MDax und der TecDax mussten Federn lassen, der MDax verlor 0,76 Prozent, er landete bei 11.098 Punkten, und der TecDax ging um 0,39 Prozent nach unten und verzeichnet 808 Punkte.

Zum Handelsende konnte der Dow-Jones-Index ein Plus ausmachen in Höhe von 0,1 Prozent, er schloss bei 13.333 Punkten.

Veröffentlicht werden heute sowohl der Monatsbericht der EZB als auch der Schuldenstand von den öffentlichen Haushalten, und in den USA werden die Arbeitsmarktdaten und die Erzeugerpreise vorgelegt. Italien wird heute auch Staatsanleihen begeben. Das Urteil in Karlsruhe ist gefallen, und somit geht der Fokus von dort weg hin zu der Notenbank der USA. Am Donnerstag wird die Fed nach ihrer Zinssitzung, die zwei Tage angedauert hat, darüber informieren, wie der Kurs der Notenbank weiter aussehen wird. Seitens der Anleger hofft man natürlich auf eine erneute Runde, das wäre die dritte, an Konjunkturhilfen.

Schon seit gestern berät der Offenmarktausschuss von der Fed darüber, wie er reagieren soll auf die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit in den USA. Die US-Zinsen liegen ja bereits bei null Prozent, und so ist es gut möglich, dass nun erneut die Notenpresse angeworfen wird mittels Anleihe-Käufe. Rund sechzig Prozent der Analysten, die von Reuters befragt worden waren, setzten auf ein solch neues Programm für Anleihe-Käufe.

Die Technologiewerte profitieren auf Unternehmensseite heute von Apple. Das Unternehmen hofft mit seinem neuen iPhone 5 auf einen weiteren Kassenschlager. Der Konzern stellte ein iPhone vor, das leichter ist und auch dünner als seine Vorgänger. Damit hofft man, gegen den großen Konkurrenten Samsung richtig punkten zu können. Seitens einiger Analysten geht man davon aus, dass vom iPhone 5 in etwa acht Millionen Stück verkauft werden könnten, natürlich nur im letzten Quartal des Jahres. Es sei sogar möglich, dass diese Verkäufe das BIP der USA anheben wird, gerechnet wird mit bis zu 0,5 Prozentpunkte. Auch die Titel von Apple reagierten, sie gingen nach oben um 1,4 Prozent.

Gefragt waren aber auch Aktien von Facebook. Erst am Dienstag hatte Mark Zuckerberg in San Francisco die Investoren darum gebeten, etwas Geduld zu haben bei der Entwicklung von ganz neuen Produkten. Sein Unternehmen sei zur Zeit mitten in der Ausarbeitung von ganz neuen Werbemöglichkeiten. So konnten die Aktien von Facebook ganze 7,7 Prozent zulegen.

Laut den Händlern war das Hauptgesprächsthema heute aber eher die geplante Fusion, die zwischen EADS und der britischen BAE vorgesehen ist. Sowohl in Paris als auch in Frankfurt brachen daher die Aktien von EADS ein um rund 10 Prozent. Schon am Abend zuvor mussten sie einen Verlust von 5 Prozent hinnehmen. Die Papiere von BAE Systems gaben an der Börse in London ihren Gewinn vom Vortag in Höhe von elf Prozent gleich teilweise wieder ab, sie fielen um 8 Prozent.

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