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Dax weiterhin auf Aufholjagd

So wie es momentan aussieht, scheinen sich die Spekulationen rund um die Wirtschaft Chinas nicht zu bewahrheiten, denn es geht ihr wohl doch besser, als man dies bisher angenommen hat. Dies sorgt beim Dax für eine gewisse Beruhigung. Im Mittelpunkt der Einzelwerte stehen heute wieder K+S und die Commerzbank.

Am gestrigen Donnerstag konnte der Dax ein Plus einfahren in Höhe von 0,7 Prozent, er landete bei 8.318 Punkten. Grund dafür waren einige Quartalsberichte, die sehr erfreulich ausgefallen sind, und die Konjunkturdaten aus China, die ebenfalls eine Überraschung positiver Art mit sich brachten. Dieser Erholungskurs geht für den Dax auch am heutigen letzten Handelstag der Woche weiter. Gleich am Morgen konnte der Dax erneut um 0,2 Prozent zulegen, er erreicht 8.330 Punkte.

Sehr optimistisch wurden die Anleger vor allen Dingen gestimmt durch die starken Import- und Exportzahlen, die aus China kamen. Ein Händler sagte, dass er der Meinung sei, dass die Sorgen übertrieben seien bezüglich des chinesischen Wachstums. Schon seit einiger Zeit ist es so, dass die Investoren mit Sorge schauen auf die sich verlangsamenden Wachstumsraten in China. Zuletzt war es sogar so gewesen, dass die Experten sogar bezweifelten, dass China in der Lage sein wird, das eigene Wachstumsziel einzuhalten in Höhe von 7,5 Prozent für das gesamte Jahr.

Nicht nur an der Börse in Frankfurt verbesserte sich die Stimmung durch diese Daten, auch andere Börsen ließen sich davon anstecken. So konnte der EuroStoxx50 schließen mit einem Plus in Höhe von 0,8 Prozent, er erreichte 2.816 Punkte. Auch der Dow Jones Index konnte zulegen um 0,2 Prozent, beim Nasdaq waren es 0,4 Prozent. Keine Begeisterung kam dagegen am Freitag in Japan auf, nachdem der Nikkei-Index zunächst einige Gewinne einfahren konnte, ging es doch wieder ins Minus für den Index.

Seitens der Aktionäre werden wohl aber heute keinerlei größeren Gewinne erwartet. Die Stimmung wird heute noch immer getrübt durch die Befürchtungen, dass die Fed, die US-Notenbank, doch schneller als bisher erwartet ihre lockere Geldpolitik beenden könnte. Erst am gestrigen Donnerstag hatte sich Richard Fisher, ein Notenbanker, dafür ausgesprochen, die Anleihekäufe früher zu reduzieren. Weitere Notenbanker haben in den letzten Tagen bereits ähnliche Äußerungen von sich gegeben. Dies verstärkt wiederum den Anschein, dass man so versucht, die Märkte ganz systematisch darauf vorzubereiten, dass die Fed langsam aussteigen wird aus dem Anleihekaufprogramm.

Am heutigen Freitag erhofft man sich aber seitens der Anleger aber auch gute Meldungen aus deutschen Landen. Äußern wird sich heute das Bundeswirtschaftsministerium zur Lage der Wirtschaft in Deutschland. Gleichzeitig wird es auch wieder einige Quartalsberichte geben, unter anderem werden die Deutsche Lufthansa, Rheinmetall und IVG Immobilien ihre Zahlen vorlegen.

Wieder im Blickpunkt der Anleger bei den Einzelwerten steht heute die Commerzbank. Gestern war es der Bank gelungen, mehr als 15 Prozent zuzulegen nach Veröffentlichung der Quartalszahlen. Und auch heute kann die Commerzbank ein Plus verbuchen in Höhe von 5,4 Prozent, und wieder konnten die Aktien der Bank die Spitze des Dax erklimmen. Sowohl die Händler als auch die Anleger scheinen wohl die Sanierung des Unternehmens positiv aufzunehmen. Martin Blessing, Chef der Commerzbank, hatte angekündigt, dass man bei dem Abbau von tausenden Stellen auch nicht halt machen werde bei den Führungskräften. Seiner Meinung nach sei es eine Frage von Glaubwürdigkeit, auch den Rotstift anzusetzen bei den hochbezahlten Stellen. Gegenüber dem Handelsblatt zeigte sich der Bankchef kämpferisch. Es sei sein Ziel, die angeschlagene Commerzbank wieder Richtung Erfolgskurs zu bringen. Blessing sagte, dass es absurd sei, vorzeitig aufzugeben, wenn bereits der größte Teil der gesamten Strecke absolviert worden sei. Dies sagte er in einem Interview mit der Zeitung. Er könne und werde auch den Umbau der Bank erfolgreich beenden, das sei sein Ziel.

Diese mit viel Selbstbewusstsein präsentierten Worte machten Eindruck auf die Experten von der Credit Suisse. Daher wurde das Kursziel des Papiers erhöht auf 9,18 Euro von zuvor 8,71 Euro. Dazu vergaben sie ein „neutral“ als Rating.

Weiterhin erholen kann sich aber auch K+S. Schon am Morgen konnten die Aktien des Unternehmens drei Prozent fester notieren. Zuvor hatte die Aktie des Unternehmens mehr als 40 Prozent verloren, Grund dafür waren Spekulationen gewesen bezüglich der Beendigung des Kali- und Salzkartells, das für K+S sehr gewinnbringend ist.

Ein sattes Plus in Höhe von 5,8 Prozent konnte die Aktie von Elringklinger, dem Autoteilezulieferer, erreichen. Nachdem das Unternehmen seine Quartalszahlen vorgelegt hatte, griffen einige Anleger gleich zu bei den Aktien des Unternehmens. Trotz eines insgesamt recht schwachen Automarktes innerhalb Europas ist es dem Unternehmen gelungen, ein sehr gutes Ergebnis im zweiten Quartal zu erreichen. Beim Umsatz konnte ein Plus verzeichnet werden in Höhe von 6 Prozent, so dass 303,3 Millionen Euro erreicht werden. Dieser Zuwachs ist stärker ausgefallen, als die Experten dies erwartet hatten.

Schlechter ist das zweite Quartal des Jahres verlaufen für Rheinmetall, der Rüstungskonzern musste einen operativen Verlust vermelden in Höhe von 18 Millionen Euro. Sowohl die Restrukturierungskosten als auch die schlechten Rüstungsgeschäfte werden dafür verantwortlich gemacht. Der Umsatz ging zurück um acht Prozent, er liegt noch bei 2,1 Milliarden Euro. Gar keine Wirkung negativer Art hatten diese Zahlen auf die Anleger, die Aktien des Unternehmens erreichen ein Plus in Höhe von 2,5 Prozent.

Euromicron hält weiterhin an der bisherigen Jahresprognose fest, und dadurch können die Aktien des Unternehmens ein Plus verzeichnen in Höhe von 5,3 Prozent. Somit erklimmen sie die Spitze im TecDax.

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