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Dax stürzt ab unter die Marke von 9.300 Punkten

Dax fällt unter 9300 PunkteDie letzten Handelstage waren für den Dax nicht gerade einfach, er musste große Verluste hinnehmen, und heute ist es passiert, er unterschreitet die Marke von 9.300 Punkten. Am gestrigen Abend hatte die Fed, die US-Notenbank, bekanntgegeben, dass sie ihre Anleihekäufe erneut reduzieren wird auf nun noch 65 Milliarden Dollar.

Weiterhin hält die Unsicherheit der Anleger an bezüglich der Kapitalflucht aus den sogenannten Schwellenländern. Am heutigen Morgen musste der Dax 0,7 Prozent abgeben und notiert bei 9.275 Punkten. Den Analysten nach ist es so, dass die Anleger vor allen Dingen darüber enttäuscht sind, dass es seitens der Fed keinerlei Bemühungen gab, diese Sorgen bezüglich der Schwellenländer zu dämpfen. Zwar hatten viele der Experten bereits mit einer erneuten Drosselung der Anleihekäufe gerechnet, dennoch reagierten die Börsen stark auf die Nachricht. Gerade die Börsen in den USA fielen recht deutlich ins Minus.

Nicht anders sieht es beim MDax und beim TecDax aus. Der MDax gab gleich am Morgen bereits 0,5 Prozent ab und stand bei 16.233 Punkten. Beim TecDax gibt es auch ein Minus zu vermelden, er gab 0,3 Prozent ab und erreicht noch 1.212 Punkte. Auch der EuroStoxx 50 gab 0,3 Prozent ab.

Unter den Einzelwerten im Dax konnten sich die Aktien von Infineon die Spitze sichern, sie legten zu um 4,6 Prozent. Das Unternehmen hatte seine Zahlen veröffentlicht für das erste Geschäftsquartal. Der Umsatz bewegte sich laut einem Händler in dem Rahmen, der auch erwartet worden war. Zudem erwartet Infineon für die kommenden drei Monate einen Anstieg beim Umsatz.

Am Ende des Dax sind die Papiere von VW zu finden mit einem Minus von 1,6 Prozent, gefolgt von den Aktien von Siemens und der Commerzbank, beide Titel mussten jeweils 1,5 Prozent abgeben. Wegen der Fluglotsenstreiks musste die Lufthansa erneut Flüge streichen, dies schlug sich auf die Aktien aus, die 0,7 Prozent abgeben mussten.

Großer Verlierer im MDax sind die Titel von Osram, sie mussten 3,4 Prozent abgeben. Ebenfalls am unteren Ende des MDax befinden sich die Aktien von Airbus und Elringklinger, beide Titel gaben 2,2 Prozent ab. Einer der wenigen Gewinner im TecDax sind die Papiere von der Software AG, sie konnten 1,9 Prozent zulegen.

Auch die Devisenmärkte sorgen für eine weitere Unsicherheit bei den Anlegern. Schon seit ein paar Tagen ist es so, dass die Währungen, die aus den Schwellenländern kommen, sehr stark verkauft werden. Die Notenbanken der Türkei und Südafrikas versuchten mit Zinserhöhungen gegenzusteuern, aber auch dies gelang nicht.

Auch in der Industrie Chinas steht nicht mehr alles zum besten, zu Beginn diesen Jahres geht es nicht weiter aufwärts. Am heutigen Tag wurde seitens des Markit-Instituts und der HSBC der Einkaufsmanagerindex veröffentlicht. Dieser zeigte, dass er nach endgültigen Berechnungen von 50,5 Punkten im Dezember auf 49,5 unkte im Januar gefallen ist. Zum ersten Mal seit einem halben Jahr werden somit zurückgehende Geschäfte angezeigt.

Aus Deutschland kommen die Arbeitslosenzahlen, wie bereits erwartet steigt die Arbeitslosenzahl am über drei Millionen in diesem Januar. Dies ist für den Januar üblich, daher zeigen sich die wenigsten von diesen Zahlen überrascht.

Weitere Daten, die heute anstehen, kommen aus der Euro-Zone. Hier werden Daten veröffentlicht zum Geschäftsklima, zum Wirtschaftsvertrauen und auch zum Verbrauchervertrauen. Die USA veröffentlichen Daten zum Verbraucherpreisindex im Januar, zu den Erstanträgen auf die Arbeitslosenhilfe, und auch zum Wachstum der Wirtschaft für das vierte Quartal des vergangenen Jahres. Dazu kommen noch einige Quartalszahlen.

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