Der niedrigste Stand im ganzen Jahr – der ZEW-Konjunkturindex fällt

Auch im August ist der ZEW-Konjunkturindex wieder einmal gefallen, 5,9 Punkte sind es dieses Mal weniger. Bereits zum vierten Mal hintereinander ist dieser Index nun gesunken, und somit steht er nun auf dem niedrigsten Wert, den es für dieses Jahr bisher gegeben hat. Die Experten des Finanzmarktes rechnen damit, dass es dazu kommt, das die deutsche Wirtschaft noch etwas mehr abkühlen wird in diesem Jahr.

Innerhalb von Deutschland steigt momentan die Konjunkturskepsis bei den Profis der Börse, der Sog, den die Euro-Krise erzeugt, sorgt dafür. Das Barometer des ZEW sank sehr überraschend um August ab um 5,9 Punkte, so dass nun minus 25,5 Punkte erreicht werden. Dieses Barometer zeigt die Entwicklung an innerhalb der Wirtschaft in Deutschland. Vier Mal hintereinander ist dieses Barometer nun gefallen. Seitens einiger Ökonomen war dagegen eher gerechnet worden mit einer Stabilisierung. Nach den Angaben des ZEW werden wohl vor allen Dingen die Branchen betroffen sein, die exportorientiert arbeiten.

Die 262 institutionellen Anleger und Analysten, die vom ZEW befragt wurden, bewerteten auch die aktuelle Lage schlechter als noch einen Monat zuvor. Allein dieser Teilindikator verlor drei Punkte, so dass er bei 18,2 Punkten lag. Hier hatten die Ökonomen mit 18 Punkten gerechnet.

Uwe Angenendt, BHF-Bank, sagte, dass diese Daten doch schlechter seien, als man gedacht hat. Offensichtlich nehmen die Risiken nun zu. Allerdings sei die Entwicklung der Konjunktur noch relativ gut, wenn man das Plus betrachte von 0,3 Prozent, den das BIP im letzten Quartal geschafft hat. Momentan sei die Stimmungslage schlechter als die Situation tatsächlich ist. Man gehe davon aus, dass die Wirtschaft in Deutschland auch noch wachsen wird in den beiden kommenden Quartalen, so Angenendt. Er selbst prognostiziert für das gesamte Jahr ein Plus im Bereich von 0,75 Prozent.

Dazu sagte Bernd Hartmann, VP Bank, dass das stärkere Wachstum als erwartet der Wirtschaft in Deutschland in zweiten Quartal des Jahres wohl mehrheitlich zuzuschreiben sei dem guten Außenhandelsbeitrag. Allerdings gelinge Deutschland damit keine Abkopplung von der restlichen Euro-Zone. Im nächsten Quartal, dem dritten also, werde die Wirtschaftsleistung ein wenig abnehmen. Somit sei es dann wohl so, dass auch noch die letzte Stütze, die das Wachstum Europas hat, nach und nach nachgebe, und die Euro-Zone auch im zweiten Halbjahr des Jahres wieder in eine Rezession gleiten wird.

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