Gute Gelegenheiten für das Frustshopping – Rabatte bei den Modehändlern

Auf dem Kalender ist zwar momentan Sommer, dennoch haben die meisten Menschen in Deutschland davon bisher noch nicht allzu viel bemerkt. Das treibt wiederum den Modehändlern des Landes trotz unterkühlter Temperaturen den Schweiß auf die Stirn. Schlechte Geschäfte machen ihnen zu schaffen, aber die Kunden können davon nur profitieren.

Momentan sieht man so gut wie gar keine kurzen Röcke oder Hosen, und enge Tops scheinen ganz verbannt worden zu sein. Wer will auch schon bei diesen Temperaturen mit solch einer Kleidung herumlaufen? Dementsprechend laufen auch die Geschäfte der Modehändler sehr schlecht. Dies bestätigte jetzt auch Siegfried Jacobs, er ist der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des BTE, also des Bundesverbands des Deutschen Textileinzelhandels, gegenüber der Zeitung „Welt“.

Momentan seien nicht nur die Temperaturen im Keller, nicht anders sehe es aus mit der Kauflust der Verbraucher, und die Lager der Händler sind noch immer gut gefüllt. Ein weiterer Grund, warum die Lager so voll sind ist der, dass alle Unternehmen für diesen Sommer eher gerechnet hatten mit sehr guten Geschäften, und somit hätten sie auch viel mehr eingekauft für diese Jahreszeit. Nun sei der Lagerdruck sehr hoch, so Jacobs.

Und genau das ist es, was die Händler momentan so gar nicht gebrauchen könnten, denn schon am nächsten Montag beginnt der SSV, der Sommerschlussverkauf. Dazu kommt noch, dass gerade jetzt auch bereits die ersten Herbstkollektionen und auch Winterkollektionen eintreffen bei den Händlern.

Ein weiterer Faktor, warum die Händler momentan etwas nervös sind ist der, dass es in der Branche einen eher negativen Ausblick gibt. Der Herbst und der Winter des letzten Jahres sind eindeutig zu warm gewesen, und dadurch war der Gewinn gerutscht. Noch in der ersten Hälfte des Jahres hatte er bei fünf Prozent gelegen, zum Ende des Jahres rutschte er ab auf zwei Prozent, so dass sich nur noch 57,7 Milliarden Euro ergaben. Und in diesem Jahr läuft es wohl noch einmal schlechter für die Händler, wenn man nach den Zahlen geht, die der Branchenverband BTE angibt. Nach der Einschätzung der Experten des Verbands ist von Januar bis Juni ein Minus aufgelaufen von rund zwei Prozent.

Den Kunden ist dies eigentlich vollkommen egal, denn sie sind ja schließlich diejenigen, die von dieser Situation profitieren. Mittlerweile ist unter den Händlern bereits das ausgebrochen, was man unter einer Rabattschlacht versteht, aber in einer sehr verschärften Version. Jacobs sagte, dass Mode insgesamt zur Zeit sehr günstig sei, denn die Nachlässe seien momentan wohl deutlich größer, als dies noch der Fall war im gleichen Zeitraum des letzten Jahres. Wenn dann der Sommerschlussverkauf beginnt, werden wohl die Preise seiner Ansicht nach wiederum erneut etwas weiter nach unten rutschen in den Keller. Das Wetter kann ja momentan nicht wirklich überzeugen, aber wenigstens stehen die Aussichten für ein preiswertes Frustshopping sehr günstig.

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