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Steuereinnahmen wachsen weiter – allerdings langsamer als zuvor

Weiterhin ist es so, dass die Steuereinnahmen wachsen, sowohl vom Bund als auch von den Ländern. Dennoch verlangsamt sich dieses Wachstum bereits, und der Grund dafür ist die Konjunktur, die gerade abflaut. Dennoch bleibt man weiterhin absolut entspannt im Bundesfinanzministerium.

Das ist sicherlich deshalb so, weil die Steuereinnahmen Deutschlands in diesem laufenden Jahr weiterhin auf einem absoluten Rekordkurs liegen. Allein im Oktober konnten Bund und auch Länder ein Plus verbuchen in Höhe von 2,5 Prozent verglichen mit dem Jahr zuvor. Dies geht hervor aus dem jüngsten Monatsbericht, den das Bundesfinanzministerium herausgegeben hat. Demnach ist es so, dass sich die Steuereinnahmen summierten für die Monate von Januar bis Oktober auf etwa 441 Milliarden, allerdings ohne die reinen Gemeindesteuern. Dies sind insgesamt 5,4 Prozent mehr als es noch der Fall gewesen war in den ersten zehn Monaten des Jahres 2011.

Noch im September hatte dieses Plus gelegen bei 4,2 Prozent. Als Grund dafür, dass die Steuereinnahmen jetzt langsamer wachsen, wird die Konjunktur angesehen, die momentan schwächer wächst. Das Bruttoinlandsprodukt konnte im dritten Quartal zulegen um lediglich noch 0,2 Prozent. Einige Ökonomen rechnen daher für das letzte Quartal des Jahres sogar mit einem Minus. Das Finanzministerium selbst sagt voraus, dass es wohl im sogenannten Winterhalbjahr zu eine „temporären Konjunkturdelle“ kommen könnte. Sowohl die Auslandsaufträge als auch die Exporterwartungen, die von den Unternehmen kommen, zeigten hier eine Abwärtsbewegung, die recht deutlich sei.

Es gibt aber auch einen kleinen Garant für einen Steuerzuwachs, und das ist die gute Lage, die auf dem Arbeitsmarkt herrscht. Daher zogen die Einnahmen an, die aus der Lohnsteuer kommen, und zwar um 6,7 Prozent, so dass 11,3 Milliarden Euro erreicht werden. Allerdings gibt es auch Rückgänge, und das ist beispielsweise bei der Umsatzsteuer der Fall. Diese ging zurück um 3,7 Prozent und erreicht noch 15,4 Milliarden Euro.

Dennoch sei die Kauflaune, die unter den Verbrauchern herrsche, noch immer sehr gut. Es hieß hier, dass der private Konsum auch weiterhin stützend wirken könnte im letzten Quartal des Jahres. Hier ist es aber nicht nur die gute Arbeitsmarktlage, die dazu beiträgt, sondern auch die Entwicklung der Verbraucherpreise, die recht ruhig verläuft.

Die offizielle Steuerschätzung, die vor einigen Wochen herausgegeben worden war, hatte ergeben, dass die diesjährigen Steuereinnahmen, und zwar inklusive der Gemeindesteuern, zum ersten Mal die Marke von 600 Milliarden Euro übersteigen werden. Hier profitiert der Staat unter anderem sowohl von der Beschäftigungslage, die gut ist, als auch von den neuesten Lohnerhöhungen.

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