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Druck von der Bundesnetzagentur – O2 und E-Plus droht Frequenzverlust

Die Mobilfunkanbieter Telefonica Deutschland und E-Plus planen eine Fusion, die allerdings auf Widerstand stößt. Es ist durchaus möglich, dass beide sehr wertvolle Frequenzen verlieren könnten bei dieser Fusion. Die Telekom bringt eine Regulierung ins Spiel, und auch seitens der Bundesnetzagentur wird Druck ausgeübt.

In der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ wird in der Ausgabe vom Montag aus einem Brief zitiert, der von der Bundesnetzagentur an Telefonica Deutschland und E-Plus ging. Darin hieß es, dass GSM-Lizenzen und UMTS-Lizenzen geknüpft seien an die sogenannte „wettbewerbliche Unabhängigkeit“. Weiterhin schrieb die Netzagentur, dass sie dies durchsetzen könnte im äußersten Fall durch einen Widerruf von der Frequenzzuteilung, die betroffen sei.

Seitens von E-Plus wurde durch einen Sprecher bestätigt, dass dieser Brief der Bundesnetzagentur eingegangen ist. Weiterhin sagte er, dass die Gespräche aber noch am Anfang stünden.

Auch der Konkurrent, die Deutsche Telekom, hat sich bereits zu Wort gemeldet und ruft nach einer Regulierung. Ein Sprecher der Telekom sagte gegenüber der „FAZ“, dass es ein massives Ungleichgewicht geben würde bei den Frequenzen, die sich oberhalb von 1000 Megahertz befinden, wenn es dazu kommen sollte, dass dieser Zusammenschluss wirklich stattfindet. Die Bundesnetzagentur macht dazu Druck, sie möchte, dass beide Unternehmen innerhalb von zwei Wochen äußern sollen zu der Frequenzausstattung, die angestrebt wird.

Es gibt bereits einen Fall, der vergleichbar ist, heißt es weiter in dem Zeitungsbericht. Betroffen davon waren de Deutsche Telekom und die France Telecom. Beide Unternehmen hatten ihre Mobilfunkgeschäfte zusammengelegt in Großbritannien. Daraufhin wurde seitens der Behörden Großbritanniens ein Teil von den Frequenzen widerrufen, sie sollten dann an die Konkurrenten versteigert werden.

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