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Die Weltbank sieht in der Euro-Krise eine Entspannung

Es sei zwar noch etwas zu früh für eine Entwarnung, aber dennoch ist es so, dass die Weltbank meint, dass der Höhepunkt in dieser Schuldenkrise in Europa bereits überstanden sei. Gelobt werden die Retter des Euro auch von der Rating-Agentur Fitch. Hier ist man der Meinung, dass ein Kollaps dieser Währungsunion sehr unwahrscheinlich sei.

Der Ansicht der Weltbank nach ist es so, dass die Gefahr weitgehend gebannt sei, dass es in der Zone des Euro zu einem schweren Finanzkrise kommen könnte. Im letzten halben Jahr habe sich das Vertrauen von den Märkten in Europa „dramatisch verbessert“. Dies sei so, weil die EZB und die Staaten genau die richtigen Schritte unternommen hätten für die Stützung der gemeinsamen Währung. Dies stellte die Organisation fest in ihrem Wirtschaftsausblick, der am gestrigen Dienstag veröffentlicht wurde.

Allerdings sei es auch noch etwas zu früh dafür, um Entwarnung zu geben. Sollte der Reformeifer bei den schwächeren Staaten des Euro nachlassen, dann laufen sie weiterhin Gefahr, abgeschnitten zu werden von den gesamten Kapitalmärkten. Dies bliebe auf jeden Fall ein starkes Abwärtsrisiko, und zwar für die gesamte Weltwirtschaft.

Der Chef der Weltbank, Jim Yong Kim, sagte, dass die globale Konjunktur aber dennoch recht wackelig und auch unsicher sei, ganz entgegen der Signale, die von den Märkten kommen, und die recht ermutigend seien. Die Aussicht darauf, dass es zu einer schnellen Verbesserung kommen könnte und auch zu einer Rückkehr zu einem Wachstum, das stabil ist, werden seiner Meinung nach getrübt durch die Schwäche in vielen Industrienationen, die weiterhin anhalte. Er sieht aber auch Gefahren, die von den politischen Wirren ausgehen, die es gibt rund um den Schuldenabbau der USA.

Nicht viel anders sieht es auch bei der Rating-Agentur Fitch. Hier denkt man ebenfalls, dass der schlimmste Teil von der Krise in Europa bereits überstanden sei. Zudem sei auch nicht mehr damit zu rechnen, dass es zu einem Austritt käme von einem Mitgliedsland aus der Währungsunion. Dies sagte in London ein hochrangiger Vertreter von Fitch auf einer Konferenz.

Douglas Renwick, der Leiter von der Abteilung bei der Rating-Agentur, die für die Staatsschuldenkrise in Europa zuständig ist, sagte, dass sich die 17 Staaten des Euro innerhalb der letzten drei Jahre recht erfolgreich hindurch gekämpft hätten durch die Krise, und damit hätten sie einen Kollaps dieser Währungsunion eher unwahrscheinlich gemacht. Dennoch bliebe die Tatsache, dass noch viel zu tun sei. Es werde vermutlich noch dauern bis zum Ende dieses Jahrzehnts, bis man die Konstruktionsfehler der Zone des Euro dann endgültig ausmerzen könne, so Renwick.

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