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Keine Geldspritze für die US-Wirtschaft von der Fed geplant

Vorerst wird die Fed, die US-Notenbank, der Wirtschaft in den USA keine weiteren Konjunkturhilfen anbieten. Der Chef der Fed, Ben Bernanke, sieht momentan recht gute Chancen, dass sich die Wirtschaft recht schnell erholen könnte.

Der Aufschwung in der US-Wirtschaft ist weiterhin recht lau, aber dennoch gibt es keine weiteren Anschubhilfen von der Fed, um die Konjunktur weiter in Schwung zu bringen. Die Notenbank beließ auch den Leitzins weiterhin bei 0 bis 0,25 Prozent. Bernanke sagte jedoch auch, dass man der Wirtschaft natürlich helfen werden, wenn der Bedarf dafür besteht.

Auf jeden Fall stünden die notwendigen Instrumente dafür bereit. Man werde mit deren Anwendung nicht zögern, wenn zusätzliche Stützen nötig werden würden für die Wirtschaft. Momentan blicken die Geldpolitiker etwas optimistischer auf die Konjunktur und auch auf den Arbeitsmarkt, als dies noch im März der Fall gewesen war.

Sie signalisierten aber wiederum, dass der Leitzins niedrig gehalten werde, und das bis zum Jahr 2014. Eine Reaktion der US-Aktienmärkte auf diese Mitteilung gab es kaum.

Seitens der Fed wurde nun betont, dass man noch einige Quartale mit einem recht moderaten Wachstum erwarte. Danach wird aber auch ein „schrittweises Anziehen“ der Wirtschaft erwartet. Bezüglich der Arbeitslosenquote wurde gesagt, dass diese zwar in der letzten Zeit etwas zurückgegangen sei, aber dennoch noch viel zu hoch sei. Im März konnte die noch immer schwächelnde US-Wirtschaft lediglich 120.000 neue Jobs schaffen, es waren aber seitens der Experten einige mehr erhofft worden. Die Arbeitslosenquote sank daher nur ganz leicht, so dass sie bei 8,2 Prozent liegt.

Für das Jahr 2012 rechnet die Fed mit einer Quote, die zwischen 7,8 und 8 Prozent liegen soll nach der aktuellen Projektion. Im Januar war man noch von 8,2 bis 8,5 Prozent ausgegangen. Die Notenbanker gehen auch davon aus, dass sich diese Rate im Jahr 2013 reduzieren wird auf 7,3 bis 7,7 Prozent.

Nach Einschätzung der Notenbank soll die Wirtschaft auxh wieder in Fahrt kommen, in diesem Jahr soll die gesamte Wirtschaftsleistung anziehen um 2,4 bis 2,9 Prozent. Abwärtsrisiken, die sehr bedeutend sind, sieht Bernanke in den Spannungen, die an den internationalen Finanzmärkten drohen. Er verwies hier sehr deutlich auf die neuesten Turbulenzen, die rund um Spanien und Italien im Gange sind. Diese strahlten auch auf den Markt in den USA aus. Bernanke sagte, dass es zwar Fortschritte gegeben habe in Europa, aber es müsse noch mehr getan werden, wenn man sich die Marktbedingungen anschaue.

Ob es der Fed doch irgendwann zu viel wird und sie der Wirtschaft doch wieder hilft mit einem erneuten Anleihe-Programm, das bleibt dahingestellt. Die Volkswirte rechnen hier gerade einmal noch zu 30 Prozent damit.

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