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Griechenlands Finanzminister verspricht ein Zulegen der Wirtschaft

Es scheint nun doch da zu sein, das berühmte Licht, das sich am Ende vom Tunnel befindet, zumindest kann die Regierung Griechenlands es bereits sehen. Laut des griechischen Finanzministers Stournaras wird seitens der Regierung zum Ende diesen Jahres ein Ende erwartet von der Rezession, die ja bereits seit einigen Jahren anhält. Aber bis dahin fließen weiterhin die Hilfstranchen.

Zum Jahresende wird nun von der Regierung in Athen endlich ein Anwachsen prognostiziert von der Wirtschaftsleistung des Landes. Die Durststrecke war auch lang genug gewesen. Gegenüber dem Handelsblatt sagte der Finanzminister Stournaras, dass wohl 2014 genau das Jahr sein könnte, in dem es dazu kommt, dass das Bruttoinlandsprodukt Griechenlands wieder stetig steigen könnte.

Griechenland wird bisher lediglich durch internationale Geldhilfen davor bewahrt, in die Staatspleite zu rutschen. Jetzt sind aber bereits erste Erfolge zu sehen, wenn auch nur kleine. So kann berichtet werden, dass im vergangenen Jahr das Primärdefizit geringer ausfiel, als man dies erwartet hatte. Bei diesem Primärdefizit ist es aber auch so, dass die Kosten nicht mitgezählt werden, die für den Schuldendienst anfallen. Stournaras äußerte so die Hoffnung, dass dieser Primärsaldo nun ein diesem Jahr nicht nur, wie man das geplant hat, ausgeglichen wird, sondern dass man vielleicht sogar einen kleinen Überschuss erarbeiten könnte.

Der Finanzminister verwies auch noch auf andere Fortschritte, die Griechenland gemacht hat. Es sei so, dass auch die Einlagen der Banken des Landes wieder stiegen, und die Renditen der griechischen Bonds gingen auch zurück. An den Märkten glaube man daran, dass das verschuldete Land es doch schaffen wird, und zudem gebe es sehr viel Interesse an den Privatisierungsvorhaben des Landes, so Stournaras.

Nicht nur die griechische Regierung kann diese positiven Zeichen sehen, auch der IWF ist der Meinung, dass sich das Land in die richtige Richtung bewege. Christine Lagarde, die Chefin des IWF, sagte jedoch, dass auf jeden Fall noch Reformen nötig seien, die kraftvoll sein müssen. Zudem sei es auch nötig, dass die Eurozonen-Partner Griechenland auch langfristig weiterhin unterstützen müssten. Weiterhin bliebe die Strategie darauf ausgerichtet, dass die Wettbewerbsfähigkeit und auch das Wachstum wieder hergestellt werden, so Lagarde. Kurz vorher war noch die nächste Hilfstranche freigegeben worden durch den Fonds für Griechenland. Die 3,24 Milliarden Euro, die freigegeben wurden, wurden auch bereits allgemein erwartet.

Aber nicht nur Griechenland erhielt Geld, auch Portugal bekam die Freigabe seitens des IWF für eine weitere Hilfstranche. Portugal erhält nun 838,8 Millionen Euro. Dies gab der IWF bekannt. Bevor es zu der Freigabe kam, wurden erneut seitens des IWF die Fortschritte überprüft, die Portugal gemacht habe bei ihren Spar- und Reformbemühungen.

Auch diese Maßnahmen sind ein Teil von den Vereinbarungen, die Portugal getroffen hat mit den Geldgebern. Schon im Mai des Jahres 2011 hatten sowohl der IWF als auch die Eurozone dem Land finanziell unter die Arme gegriffen mit einem Rettungspaket in Höhe von 78 Milliarden Euro. Portugal soll bis zum Ende diesen Jahres das Haushaltsdefizit gesenkt haben auf 4,5 Prozent des BIP.

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