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Durchbruch in Griechenland – Streit über den Sparplan ist nun beigelegt

Jetzt ist es nach langem Gerangel nun doch soweit, und das politische Hickhack in Griechenland hat ein Ende gefunden. Die drei Regierungsparteien Griechenlands akzeptieren nun endgültig die Bedingungen, die die EU und der IWF gefordert hatten. Nun ist es sehr wahrscheinlich, dass der Weg hin zu der neuen Finanzspritze für das Land wohl geebnet ist.

Die Meldung, dass es zu einer Einigung gekommen sei in Griechenland, wurde vom Präsidenten des EZB, Mario Draghi, bestätigt. Ihm sei telefonisch vom griechischen Ministerpräsidenten Papademos mitgeteilt worden, dass die drei Chefs der Regierungsparteien alle geforderten Sparauflagen akzeptiert haben. Bereits zuvor hatten die Agenturen Bloomberg und Reuters über den erfolgten Kompromiss berichtet, sie beriefen sich auf Regierungsquellen in Athen, die nicht genannt wurden. Am Nachmittag soll hier das Ergebnis veröffentlicht werden.

Auch auf die Börse hatten diese ersten Meldungen bezüglich der Einigung in Griechenland einen Einfluss, der Euro konnte kurzzeitig über die Marke von 1,33 Dollar springen. Auch der Dax kletterte nach oben, zeitweise gar um 50 Punkte, und zum Vortag notierte er dann bei 1,2 Prozent im Plus an der Spitze.

Weil es einen Konflikt gegeben habe bezüglich des Umfangs, in dem die Rentenkürzungen stattfinden sollten, habe es zuletzt noch einen Fehlbetrag von 300 Millionen Euro gegeben, der noch benötigt wurde, um auf die Summe zu kommen von 3,3 Milliarden Euro, die weniger in diesem Jahr ausgegeben werden sollen. Dies waren Angaben, die aus den Athener Regierungskreisen kamen. Nach ihrer eigenen Darstellung erhielt die Politik in Griechenland noch weitere 15 Tage, um diesen Restbetrag aufzubringen.

In Deutschland war es längst so, dass der Unmut über dieses ganze Hickhack, das endlos schien, immer mehr wuchs. Nicht nur die Euro-Staaten sind erleichtert über die Einigung, auch die Finanzmärkte reagierten so. Die Akteure reagierten gleich mit Käufen, und dadurch ziehen sowohl der Euro als auch die Aktienmärkte an. Gleichzeitig sinken auch die Anleihen der Krisenstaaten recht deutlich.

Was lange währt wird endlich gut, bleibt die Hoffnung, dass dies für Griechenland auch langfristig gilt.

 

Bildquelle: günther gumhold  / pixelio.de

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