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Die Wirtschaft Japans wird von der Rezession bedroht

Es gibt mittlerweile viele Länder, in denen die Angst vor einer Rezession das Bild beherrscht. Auch in Japan ist dies nun so. Die Wirtschaft des Landes ist im letzten Quartal geschrumpft, und das sogar recht deutlich. Auch an der Börse sieht es nicht so gut aus, hier wurde die Marke von 8.700 Punkten, die sehr wichtig ist, unterschritten.

Im dritten Quartal musste Japans Wirtschaftsleistung einen heftigen Dämpfer einstecken, denn sie sank sehr stark. Am Montag teilte die japanische Regierung auf einer vorläufigen Basis mit, dass das Bruttoinlandsprodukt in den Monaten von Juli bis zum September schrumpfte um eine Jahresrate, die hochgerechnet wird, die bei 3,5 Prozent lag. Den Worten von Seiji Maehara nach, dem Wirtschaftsminister des Landes, stecke Japan vielleicht bereits wieder in einer weiteren Rezession. Trotz dieses recht heftigen Ergebnisses waren die Ökonomen allerdings von noch einem stärkeren Rückgang ausgegangen bei der Wirtschaftsleistung.

Verglichen mit dem Quartal zuvor verringerte sich die japanische Wirtschaftsleistung, immerhin die drittgrößte Volkswirtschaft in der gesamten Welt, um ganze 0,9 Prozent. Yoshihiko Noda, der Regierungschef Japans, sprach nun von einer „ernsten Lage“. Die Exporte würden durch die globale Abkühlung gedrosselt, diese seien aber ein wichtiger Antrieb für die Wirtschaft Japans. Die Investitionen, die die Unternehmen tätigen in den Bereichen Anlagen und Ausrüstungen, sanken um ganze 3,2 Prozent. Zur Wirtschaftsleistung tragen die Verbraucherausgaben auch in etwa die Hälfte bei, und auch diese gaben nach, hier waren es 0,5 Prozent weniger.

Die Stimmung an der Tokioter Börse aber nicht nur durch diese Konjunkturdaten belastet, sondern auch durch den recht starken Yen. Zum Schluss des Handels notierte der Nikkei-Index, der zuständig ist für die 225 führenden Werte, ganz deutlich im Minus, 81 Punkte waren es hier weniger, oder auch 0,93 Prozent. Er stand somit bei 8.676 Punkten. Nach vier Wochen ist dies wieder das erste Mal, dass der Nikkei unter die Marke von 8.700 Punkten rutsche, die als psychologisch wichtig gilt. Auch deutlich nachgeben musste der Topix, der breiter gefasst ist. Er gab acht Punkte ab, das sind 1,12 Prozent weniger, somit landete er bei 722 Punkten.

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