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Aufschub bei Entlassungen – Griechenland fürchtet Proteste in der Urlaubszeit

Die Urlaubszeit steht direkt vor der Tür, auch hierzulande werden bald die ersten Bundesländer in die Ferien starten. Viele Urlauber werden sich Richtung Griechenland aufmachen. Und dort macht man sich Sorgen, denn es werden genau zur Hauptsaison Streiks befürchtet im Land. Der Grund dafür ist recht einleuchtend, denn genau mitten in dieser Urlaubszeit sollen 2000 Staatsbedienstete entlassen werden. Dies ist notwendig, weil es ausgehandelt worden ist mit den internationalen Geldgebern. Nun wünscht sich die Regierung des Landes etwas mehr Zeit, um die Entlassungen, die versprochen worden sind, auch umsetzen zu können im staatlichen Bereich.

Seitens Antonis Samaras, dem Regierungschef des Landes, wird befürchtet, dass es genau inmitten der Tourismussaison, die für das Land extrem wichtig ist, zu erneuten Protesten kommen könnte. Daher plant er, die sogenannte Troika um einen Aufschub zu bitten. Es geht hier um 2000 Bedienstete des Staates, die eigentlich in diesem Monat gehen sollten laut Plan.

Aus den Kreisen des Finanzministeriums ist zu hören, dass dieses Thema zur Sprache kommen soll, wenn die Chefs der Kontrolleure der Geldgeber nach Athen kommen, was am 10. Juni der Fall sein wird.

Einem hohen Beamten des griechischen Finanzministeriums nach, der auch teilnimmt an den Verhandlungen mit dieser Troika, sollten diese Entlassungen dann am liebsten in Gang gesetzt werden nach der Sommerzeit. Im Land werden in diesem Jahr etwa 17 Millionen Touristen erwartet, dies stellt einen neuen Rekord dar für Griechenland.

Momentan prüfen die Experten der Troika die Bücher Griechenlands. Hierbei geht es um die Freigabe von der nächsten Tranche der Hilfskredite, die eine Höhe hat von 3,3 Milliarden Euro.

Dennoch wird es auch weiterhin recht harte Einschnitte geben, die auf die Griechen zukommen. Die EU-Kommission hatte gerade erst mitgeteilt, dass Griechenland seine Ziele erreichen werde für die Jahre 2013 und 2014, aber für die Erreichung der Vorgaben für die Jahre 2015 und 2016 seien wieder neue Einsparungen notwendig. Es ist geplant, dass das verschuldete Land im Jahr 2015 einen Haushaltsüberschuss erwirtschaften soll in Höhe von drei Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung, im Jahr 2016 sollen es 4,5 Prozent sein.

Dies sind hoch gesteckte Ziele die nur erreicht werden können, wenn weitere Einsparungen vorgenommen werden. Für das Jahr 2015 müssen 1,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts eingespart werden, im Jahr 2016 2,2 Prozent. Geht man nach den Prognosen, die aus Griechenland kommen, so ergibt sich hierbei eine Lücke, die bei etwa 8 Milliarden Euro liegt.

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