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Auch der Kurs des Euro wird von dem Rettungspaket für Zypern belastet

Das Rettungspaket für Zypern hat nicht nur an den Börsen dieser Welt für Unruhe gesorgt, auch der Kurs des Euro wird davon belastet. Teilweise fiel heute die Gemeinschaftswährung unter die 1,29-Dollar-Marke. Allerdings konnte sich der Kurs auch hinterher wieder etwas erholen, dennoch blieb die Unsicherheit weiterhin groß.

Auch am Devisenmarkt sorgte das Hilfspaket heute für eine große Unsicherheit. Der Euro fiel am heutigen Montag zurück bis auf 1,2880 Dollar. Dies ist der tiefste Stand, den er seit dem 10. Dezember des letzten Jahres gehabt hat. Der Kurs konnte sich allerdings im Laufe des Vormittags doch wieder ein klein wenig erholen, und zuletzt lag er dann bei 1,2959 Dollar. Dagegen hatte der Kurs des Euro noch am Freitag geschlossen bei 1,3074 Dollar. Im Laufe dieses Tages soll das Parlament in Zypern abstimmen über die geplanten Rettungsmaßnahmen, auf die sich die Finanzminister des Euro-Raums einigen konnten am Samstagmorgen.

Noch ist bisher vollkommen unklar, ob denn nun auch die Abgeordneten dieser Zwangsabgabe, die ja geplant ist und für alle Kontoinhaber des Landes gelten soll, auch zustimmen werden. So soll auch die Bevölkerung beteiligt werden an den Kosten, die die Bankenrettung mit sich bringt. Dies sorgte unter den Zyprioten natürlich für sehr großen Unmut am Wochenende.

In einem Kommentar der Volksbank war zu lesen, dass dies das erste Mal sei, seitdem die Staatsschuldenkrise ausgebrochen ist, dass Besitzer von Girokonten und Spareinlagen beteiligt würden an den Kosten, den eine solche Rettungsaktion mit sich bringt. Dies könnte bei Bürgern aus anderen Krisenländern durchaus Befürchtungen auslösen, dass auch deren Guthaben eventuell gefährdet sein könnten.

Die Analysten sehen Zypern allerdings letztlich als ein Sonderfall an. In den anderen Ländern sei es so, dass die Bankeinlagen überwiegend gehalten werden von den heimischen Sparern, in Zypern dagegen hätten auch viele Eigentümer aus dem Ausland zum Teil recht hohe Bankeinlagen. Es sei daher nur verständlich, dass man diese dann auch beteiligen wolle an den Rettungskosten. Seitens der Experten wird vermutet, dass ein sehr großer Teil der doch recht hohen Guthaben im Bankensektor von Zypern wahrscheinlich Schwarzgeld sind.

Die Nervosität am Markt hat viele der Anleger heute wieder in den sicheren Hafen Bund-Future getrieben. So konnte der Terminkontrakt um mehr als 100 Ticks höher notieren, er liegt bei 144,42 Punkten. Deutlich fester konnte auch das amerikanische Gegenstück notieren.

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