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Zurückhaltung bei den Anlegern

Mit großer Spannung wird heute gewartet auf die Anhörung von Ben Bernanke. Momentan sinken die Kurse recht leicht. Dies bedeutet zwar nicht, dass die Rally nun doch zu Ende ist, allerdings ist es gut möglich, dass eine verschärfte Geldpolitik von der US-Notenbank Fed dazu führt, dass das momentan recht positive Investitionsumfeld belastet werden könnte.

Abwarten ist heute angesagt beim Dax. Er musste 0,2 Prozent abgeben, er lag bei 8.458 Punkten. Dennoch ist die Marke von 8.500 Punkten nicht komplett außer Sicht. Etwas robuster zeigt sich allerdings die sogenannte zweite Reihe. Am Morgen markierte der MDax bei 14.245 Punkten, dies ist für den Index ein neues Rekordhoch. Auch der TecDax legte zu, hier waren es 0,1 Prozent mehr, er erreicht 970 Punkte.

Es hängt wohl heute von Ben Bernanke, dem Chef der amerikanischen Notenbank Fed ab, ob diese Abwärtsbewegung länger andauern wird, oder ob die Tendenz doch wieder nach oben geht. Am heutigen Mittwoch wird Bernanke vor dem amerikanischen Kongress erläutern, wie der Kurs seiner Notenbank im geldpolitischen Bereich weitergehen wird. Sollte er dabei ankündigen, dass die Geldpolitik wieder verschärft wird, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass die Rally an den Börsen ein schnelles Ende haben wird.

Gründe für eine Verschärfung der Geldpolitik gibt es sicherlich einige, beispielsweise die gute Entwicklung von der Konjunktur der USA. Seitens der Landesbank Baden-Württemberg glaubt man, dass den Börsen recht deutliche Verluste ins Haus stehen, wenn die massiven Käufe von Anleihen doch früher beendet werden, als man erwartet hat.

Seitens der Börsianer geht man aber wohl davon aus, dass die Fed an der momentanen Richtung weiterhin festhalten wird, man glaubt, dass es kein Signal geben wird für eine Drosselung von den Wertpapier-Käufen. Begründet wird diese Einschätzung durch Aussagen von James Bullard, einem recht einflussreichen Mitglied der Fed. Dieser hatte am gestrigen Dienstag in Frankfurt im Rahmen eine Vorlesung die Maßnahmen verteidigt. Am späten Nachmittag soll die Anhörung stattfinden.

Absolut unbeeindruckt zeigen sich davon die Börsen in den USA. Der Dow-Jones-Index schloss am gestrigen Tag fester um 0,3 Prozent, so dass er 15.388 Punkte erreicht. Erreicht wurde diese Bewegung nach oben in erster Linie durch Home Depot, einer Baumarktkette, und der JP Morgan Chase Bank. Freundlich zeigten sich auch die asiatischen Börsen. Der Nikkei-Index schloss in Tokio bei 15.660 Punkten, dies bedeutet ein Plus in Höhe von 1,8 Prozent. Der Shanghai-Composite konnte ein Plus verbuchen von 0,2 Prozent, er erreicht 2.310 Punkte.

Eine wichtige Entscheidung soll heute gefällt werden beim Gipfeltreffen von den EU Staats- und Regierungschefs, es geht um den Kampf gegen die grenzüberschreitende Steuerflucht. Zum Ende des Jahres hin soll in der ganzen EU das Bankgeheimnis abgeschafft werden für Bürger aus dem Ausland. Zumindest steht es so im Entwurf der abschließenden Erklärung. José Manuel Barroso, der EU-Kommissionspräsident, forderte schon vor dem Spitzentreffen, dass die Regierungen bis zum Jahr 2015 einen automatischen Informationsaustausch vereinbaren sollen, der für alle Arten an Einkommen gilt.

Neue Daten wird es heute in London geben bezüglich der Entwicklung vom britischen Einzelhandelsumsatz. Seitens der Experten wird erwartet, dass dieser Wirtschaftsbereich im Monat April ein Plus erreichen konnte in Höhe von zwei Prozent. Noch im März waren die Umsätze des Einzelhandels zurückgegangen um 0,5 Prozent.

Meldungen im Bereich der Einzelwerte waren heute recht dünn gesät. Daher fallen die Stimmen der Analysten ganz besonders ins Gewicht. So hob die JP Morgan Chase das Kursziel von Tui an, wodurch die Aktien ein Plus erhielten von 0,9 Prozent. Noch stärker profitieren konnte Metro. Die Aktie des Unternehmens wurde heraufgestuft von „equal weight“ auf „overweigth“. Sofort danach gewannen die Aktien 5,1 Prozent dazu.

Zu den größten Verlierern zählen heute sowohl Adidas mit einem Verlust von 0,9 Prozent, als auch Henkel, der Konzern musste 0,8 Prozent abgeben. Ein Plus von 1,4 Prozent konnte dagegen Merck verzeichnen, bei der Deutschen Bank waren es 0,5 Prozent.

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