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Wieder ist die 8000-Punkte-Marke in Sicht

Am heutigen Tag kann die Deutsche Bank überraschen, und zwar mit einer Quartalsbilanz, die recht stark ausgefallen ist. Dementsprechend begeistert reagierten auch gleich die Händler an der Börse. Bis hin zum Vormittag kann der Dax recht kräftig zulegen. Weitere Unternehmensergebnisse stehen ebenfalls im Fokus.

Am heutigen Dienstag kann der Dax seinen Kurs der Erholung weiterhin fortsetzen, stützen kann er sich dabei auf die Kursgewinne, die die Deutsche Bank eingefahren hat. Er konnte zulegen um 0,7 Prozent, so dass er 7.925 Punkte erreicht. Trotz der Kapitalerhöhung konnten die Aktien der Deutschen Bank einen Gewinn erreichen von 5,5 Prozent, die Papiere liegen nun bei 34,70 Euro.

Die Analysten von JPMorgan schrieben, dass dieser Schritt auch schon überfällig gewesen sei. Daraufhin stuften sie die Papiere hoch von „Neutral“ auf „Overweight“. Zwar komme die Kapitalerhöhung recht überraschend, dennoch scheine der Zeitpunkt gut gewählt angesichts der guten Quartalsergebnisse, so Christoph Bast, Analyst der DZ Bank. Daher halte auch er an seiner eigenen Kaufempfehlung fest.

Unter dem Verkaufsdruck befinden sich allerdings die Aktien von Fresenius Medical Care, diese Aktien verbilligten sind, und zwar um vier Prozent auf 50,38 Euro. Im letzten Quartal hatte der Konzern einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. In diesen Sog rutschten auch die Aktien des Mutterkonzerns Fresenius hinein, die Titel verloren ebenfalls, hier waren es 1,8 Prozent weniger, so dass sie bei 94,89 Euro liegen.

Beflügelt wurden die Börsen am gestrigen Montag vor allen Dingen durch die gelungene Regierungsbildung in Italien. Daraufhin konnte der Dax schließen mit einem Plus in Höhe von 0,8 Prozent, so dass er 7.873 Punkte erreichte. Auch der Leitindex Italiens stieg an, hier waren 2,2 Prozent mehr zu verbuchen.

Die wichtigsten Indizes konnten auch in New York zulegen. So schloss der Dow Jones um 0,7 Prozent fester bei 14.818 Punkten. Ebenfalls 0,7 Prozent legte der S&P-500 zu, er steht bei 1.593 Punkten. 0,9 Prozent mehr gab es für den Nasdaq, er schloss bei 3.307 Punkten. In Tokio kam die Börse nicht so recht in Schwung. Nahezu unverändert zeigte sich am heutigen Dienstag der Nikkei-Index. Enttäuscht zeigten sich dort die Anleger von den Prognosen, die vom Roboterhersteller Fanuc und auch vom Autobauer Honda kamen.

In den USA und in Europa stehen heute einige Konjunkturdaten an. Spannung wird sicher am Nachmittag aufkommen, wenn in den USA das Verbrauchervertrauen und der Einkaufsmanagerindex veröffentlicht werden.

Die Arbeitslosenzahl konnte im April nicht so stark sinken, wie dies sonst üblich ist für diese Jahreszeit. In diesem Monat registrierte die Bundesagentur für Arbeit 3,020 Millionen Menschen, die ohne Job waren. Dies teilte die Behörde heute in Nürnberg mit. Insgesamt sind dies zwar 78.000 Menschen weniger als noch im März, aber dennoch 57.000 mehr als im gleichen Zeitraum des letzten Jahres. Für gewöhnlich ist es so, dass der sogenannte Frühjahrsaufschwung zu einem starken Rückgang der Zahlen führt wegen der steigenden Beschäftigung beim Bau und auch bei der Landwirtschaft. Die Abnahme fiel nun weniger gut aus, dies dürfte der Agentur nach daran liegen, dass die Einschränkungen witterungsbedingter Art diese Jahr länger angehalten haben als üblich. Frank-Jürgen Weise, der Chef der Bundesagentur für Arbeit, sagte, dass der Arbeitsmarkt in Deutschland sich weiterhin in einer recht guten Grundverfassung zeige, allerdings sei die aktuelle Entwicklung eher etwas gedämpft.

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