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Weiterhin Zurückhaltung bei den Anlegern an der Börse

Die Börsen werden heute erneut belastet durch die Euro-Schuldenkrise, die Unsicherheit ist schon recht groß. Daher herrscht auch heute wieder Zurückhaltung in Frankfurt seitens der Anleger. Am heutigen Vormittag notiert der Dax in der Nähe des Schlusses vom Vortag.

Verhalten zeigt sich der Dax auch heute wieder. Er notierte am Vormittag 0,05 Prozent unter dem Schluss des Vortages, somit erreicht er 7.629 Punkte. Aus dem Handel gegangen war er am Montag mit einem leichten Verlust, der bei 0,24 Prozent lag, er erreichte gestern 7.633 Punkte. Ebenfalls unverändert zeigt sich der MDax, er steht bei 12.736 Punkten. Ein leichtes Plus konnte der TecDax einheimsen, er schloss 0,5 Prozent höher bei 885 Punkten.

Zu Beginn der Woche haben sich die Anleger wieder einmal sehr zurückgehalten mit ihrem Engagement an den Börsen in Europa. Unter leichten Druck gerieten die Anleihen von Italien und Spanien, denn die Investoren fürchteten hier, dass die beiden Länder eventuell abweichen könnten von ihrem bisherigen Sparkurs.

Eine weitere Unsicherheit bringt die Angst davor zutage, dass es zu einem Währungskrieg kommen könnte. Das US-Finanzministerium hat, kurz vor dem Treffen von den zwanzig führenden Schwellen- und Industrieländern, noch davor gewarnt, dass die Wechselkurse manipuliert werden. Lael Brainard, Staatssekretärin, sagte gestern, dass der Wert von Währungen ermittelt werden müsse durch den Markt. Zudem solle sich die G20 auch dazu bekennen, dass sie nicht in einen Abwertungswettbewerb treten werde. Die Politikerin sagte, dass Währungen nicht geschwächt werden sollten mittels der Haushaltspolitik und der Geldpolitik, nur um dem Export zu helfen.

Staatsanleihen werden heute sowohl Italien als auch Spanien begeben, als auch die Niederlande. Zahlen werden im Ausland veröffentlicht von Michelin, Tomtom, Reynolds American und auch britische Barclays.

Ganz oben im Dax konnten sich heute die Aktien platzieren von der Lufthansa, diese erreichten ein Plus von 1,3 Prozent nach einer Kaufempfehlung von der DZ Bank. Ein weiterer Gewinner ist die Aktie von Eon, diese profitiert einem Händler nach von Spekulationen bezüglich einer zu erwartenden Verknappung von den CO2-Zertifikaten seitens der EU-Kommission.

Die EU-Kommission plant, durch die Reform dieses Handels dafür zu sorgen, dass die Zahlen von den ausgegebenen Rechten minimiert wird, so soll dann gesorgt werden für eine Stabilisierung von den Preisen. Zuletzt waren diese ganz arg ins Rutschen geraten, dadurch gab es weniger Anreize für die Unternehmen, den eigenen Ausstoß von CO2 zu reduzieren. Um CO2 überhaupt ausstoßen zu dürfen, müssen die Unternehmen sogenannte Verschmutzungsrechte erwerben.

Der Händler sagte dazu, dass es Eon wohl in die Hände spielen dürfte, wenn die Preise dann doch wieder hinauf getrieben würden. Bei Eon spielen die Kohlekraftwerke, die ja viel von diesem Kohlendioxid herauswerfen, eine bei weitem kleinere Rolle, als dies der Fall ist beim großen Konkurrenten RWE.

Gefragt waren am heutigen Vormittag aber auch die Aktien von Beiersdorf, sie gewannen 0,8 Prozent dazu. Unter den Verlierern sind heute auch Daimler mit 1,6 Prozent Minus, die Deutsche Bank mit 1,1 Prozent Minus, und auch Continental, hier gibt es ein Minus von 1,3 Prozent.

Gewinner im TecDax ist heute die Software AG, ihre Aktie konnte ganze zwei Prozent zulegen. Heute startet dieses Unternehmen sein Aktienrückkaufprogramm, das ja schon vorher angekündigt worden war. Das Unternehmen erklärte in der Pflichtmitteilung vom gestrigen Abend, dass dieser Kauf nur erfolgen werde über Xetra, dem elektronischen Handelssystem.

Schon in der letzten Woche hatte der Softwareanbieter mitgeteilt, dass er bis etwa 180 Millionen Euro ausgeben werde für den Kauf von den eigenen Papieren. Der Basis vom gestrigen Schlusskurs nach entspricht dies in etwa 6,2 Millionen Aktien.

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