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Weiteres Gezerre in Griechenland drückt am Morgen die Bankaktien

Nach der gestrigen Meldung, dass sich die Parteispitzen in Griechenland bezüglich des Sparprogramms geeinigt haben, ist heute dann doch alles wieder vollkommen offen. Diese Unsicherheit, die immer noch schwelt, macht dem Dax heute morgen wieder einmal zu schaffen. Vor allem sind es die Bankaktien, die hier unter Druck stehen. Das sind genau die Aktien, die bei einer eventuellen Pleite von Griechenland genau mitten in der Schusslinie stehen.

Aufgrund der immer noch sehr unklaren Lösung für das Land Griechenland bezüglich der Schuldenprobleme ist es an der Börse heute so, dass der Aktienmarkt in Deutschland am heutigen Freitag zunächst etwas nachgegeben hat. Bereits in den ersten Handelsminuten sank der Dax auf 6731 Punkte, das macht 0,86 Prozent aus. Am Vortag noch war es so gewesen, dass aufgrund der innenpolitischen Einigung in Griechenland auf das geplante Sparprogramm der Leitindex fester geschlossen hatte als am Tag davor. Auch der MDax und der TexDax verloren heute morgen um 0,69 Prozent auf 10.285 Punkte, beziehungsweise um 0,33 auf 771 Punkte.

Die Regierungsparteien in Griechenland haben sich geeinigt, aber dennoch bleiben die Anleger weiterhin skeptisch, ob eine Pleite der Griechen wirklich abgewendet werden kann. Dies sagte Jonathan Sudaria, Capital Spreads. Der Chef der Eurogruppen, Jean-Claude Juncker hatte dazu erklärt, dass wohl doch noch nicht alle geforderten Auflagen bezüglich des Sparprogramms erfüllt worden seien. Daher ist es so, dass es einen endgültigen Entschluss wegen des Rettungspakets erst geben könne, wenn am Sonntag das Parlament von Griechenland mit der Troika, bestehend aus EU, IWF und IZB, das vereinbarte Programm auch wirklich beschlossen habe, so erklärte Juncker.

Eigentlich waren die Händler davon ausgegangen, dass der Dax einen Angriff vornehmen werde auf die Marke von 7000 Punkten, der jetzt wohl aber auf die nächste Woche vertagt werden müsse. Dies schrieb der Analyst Werner Bader, Landesbank Baden-Württemberg. Durch diese Hängepartie in Griechenland käme kaum eine großartige Kauflaune auf, und bei vielen Teilnehmern des Marktes sorge dies auch für eine große Zurückhaltung oder auch gar für Gewinnmitnahmen. Daher wollen die Europäer durch ein Ultimatum noch weitere Zugeständnisse von Griechenland wegen des neuen Rettungsprogramms erzwingen.

Durch diese ganze Hängepartie gibt es eindeutige Verlierer im Dax, und das sind hier die Finanzwerte. Die Commerzbank gab 4,2 Prozent, und die Deutsche Bank 2,3 Prozent nach. Klettern konnte im MDax dagegen Sky Deutschland, und zwar nach einer sehr erfolgreichen Kapitalerhöhung, hier gab es mehr als drei Prozent mehr. Ein Händler sagte, dass sie Platzierung gut gelaufen sei. Die Analysten der DZ Bank sind nun der Meinung, dass Sky jetzt sehr gut gerüstet sei für die wichtige Bundesliga-Rechteauktion. Diese Kapitalerhöhung habe die nötige Finanzkraft geschaffen, die das Unternehmen auch braucht, damit es gegen die anderen Biete bestehen kann, so konnte man einem Kommentar entnehmen. Die Experten haben nochmals ihre Kaufempfehlung für die Aktien bekräftigt.

 

Bildquelle: Margot Kessler  / pixelio.de

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