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Heute gibt der Dax nach

Am heutigen Dienstag wird der Dax belastet durch schlechte Vorgaben, die aus Amerika und auch Fernost kommen. Impulse könnten heute kommen durch etliche Konzernzahlen, und auch der ZEW-Konjunkturindex, der heute bekanntgegeben wird, könnte für etwas Aufwind sorgen. Federn lassen mussten heute die Energieversorger, denn sie mussten hohe Verluste hinnehmen.

Am gestrigen Montag hatte der Dax ganz leichte Gewinne einfahren können, diese hat er heute aber gleich wieder abgegeben. Die schlechten Vorgaben, die sowohl aus den USA als auch aus Asien kommen, sorgen dafür, dass der Dax heute Morgen schwächer notiert, 0,7 Prozent muss er abgeben und steht somit bei gerade einmal 7.116 Punkten.

Die Börsen in den USA hatten gestern eine richtige Achterbahnfahrt hingelegt. Zunächst konnten Gewinne verbucht werden, danach aber ging es auch ins Minus für die Indizes, die führend sind. Danach konnten sie wieder Gewinne verbuchen, so dass sie letztendlich fast unverändert wieder aus dem Handel gegangen sind. Die Anleger an der Wall Street hoffen momentan darauf, dass die Konjunkturabkühlung, die in China bisher herrschte, nun doch zu Ende ist, der Grund für diese Hoffnung sind Konjunkturdaten, die recht ermutigend sind. Dennoch fürchtet man seitens der Börsianer noch immer, dass zum Ende des Jahres in den USA doch die Steuererhöhungen kommen könnten, verbunden mit den Ausgabenkürzungen, die automatisch einsetzen, wenn sich die Demokraten und die Republikaner nicht einigen können auf einen Kompromiss. Dann könnte es passieren, dass die Wirtschaft der USA wieder hineinstürzt in eine Rezession.

Dieses Szenario ist bekannt als sogenannte Fiskalklippe. Mit dieser hat auch Barclays begründet, warum das eigene Jahresziel herabgesetzt wurde für den S&P-500 auf nunmehr 1.325 Punkte. In Amerika war allerdings Feiertag, so dass das Handelsaufkommen insgesamt recht gering blieb. Die Anleihemärkte des Landes und auch die Behörden blieben geschlossen wegen des „Veterans Day“.

Wieder einmal schlechte Nachrichten kommen aus Griechenland. Seitens der Euro-Gruppe wurde nun die Entscheidung aufgeschoben bezüglich der nächsten Hilfstranche für das Land. Jean-Claude Juncker, der Euro-Gruppe-Chef, sagte, dass die Finanzminister der Euro-Zone diese Beratungen fortsetzen würden am 20. November. Kurz zuvor war das jüngste Ministertreffen beendet worden.

Die Währungspartner verlangen wohl von der griechischen Regierung noch die Umsetzung von einigen Zusagen, die einige Monate zuvor gemacht worden sind für die Erhaltung eines neuen Hilfspakets. Christine Lagarde, die Chefin des IWF, betonte, dass es sich hierbei nur noch um einige wenige handele. Zudem müsse nun auch noch in den nächsten Tagen gearbeitet werden an der Beurteilung bezüglich der Schuldentragfähigkeit von Griechenland.

Dennoch kamen die Währungspartner dem Land auch etwas entgegen, und zwar geht es hier um den Zeitplan, der dem Land zur Verfügung steht, um seine öffentlichen Finanzen zu sanieren. Die Haushaltsziele des Landes seien seitens der Euro-Gruppe einer Revision unterzogen worden, und dementsprechend habe man sie angemessen angepasst. Im Jahr 2013 wird es wohl in Griechenland zum sechsten Mal hintereinander zu einer Rezession kommen. Durch die Wirtschaftsentwicklung wird die Erholung gebremst der kompletten öffentlichen Einnahmen.

Sehr große Verluste gab es heute am Morgen für alle Aktionäre von den Energieversorgern. Hier mussten beispielsweise die Eon-Aktien über zehn Prozent abgeben, und somit halten sie momentan die rote Laterne im Dax. Der Konzern ist momentan gebeutelt von der Energiewende, und er blickt auch in die Zukunft nur recht skeptisch. Somit stellt er auch seine Dividende in Frage für das kommende Jahr.

Bisher hatte der Energiekonzern für das nächste Jahr ein Ergebnis erwartet, das vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern bei einer Zahl zwischen 11,6 und 12,3 Milliarden Euro liegen sollte. Erwartet wurde weiterhin ein nachhaltiger Konzernüberschuss, der bei 3,2 bis 3,7 Milliarden liegen sollte. Ausgeschüttet werden sollten demnach pro Aktie für das Jahr 2013 eine Dividende in Höhe von 1,10 Euro. Der Konzern erklärte, dass dieses Ziel nicht erreichbar erscheint vor dem Hintergrund von den erheblichen Unsicherheiten wirtschaftlicher Art und auch den strukturellen Änderungen innerhalb des Sektor-Umfeldes.

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