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Große Verluste für den Dax

Heute verliert der Dax etwa 100 Punkte, den Experten nach ist es so, dass er sich in einer sogenannten kurzfristigen Konsolidierungsphase befindet. Neue Impulse für den September könnte heute der ZEW-Konjunkturindex bringen.

Die Talfahrt des Dax geht heute weiter, so weitet sich auch die Konsolidierung weiter aus. Momentan bewegt sich der Dax in Richtung der 7.300-Punkte-Marke. Dies bedeutet momentan ein Minus in Höhe von 1,3 Prozent, er steht bei 7.307 Punkten.

Heino Ruland, Marktanalyst bei Ruland Research, bezeichnet dies als Konsolidierung, die notwendig war. Man sei „viel zu schnell nach oben gelaufen“, so Ruland. Der Dax hatte alleine in den letzten zwei Wochen etwa 500 Punkte zulegen können. Ein weiterer Börsianer betonte, dass der Aufwärtstrend aber sicher erhalten bleibe, auch wenn es momentan eine kleine Verschnaufpause gebe. Man müsse schließlich auch für viele weitere Jahre damit rechnen, dass die Zinsen niedrig bleiben. Daher bleibt wohl auch den meisten Investoren so gar nichts anderes übrig, als doch zu investieren in Aktien, weil andere Anlagen doch eher geringe Renditen einbringen, so wie beispielsweise die Staatsanleihen.

Spanien konnte heute erneut profitieren bei der Kreditaufnahme von dem Umfeld, das an den Finanzmärkten momentan sehr günstig ist. Das Land ist hoch verschuldet, und konnte Anleihen im Wert von etwa 4,6 Milliarden Euro platzieren. Dabei war es möglich, den Investoren Renditen zu bieten, die niedriger waren als zuvor. Bei den 12-Monats-Papieren lag die Rendite bei 2,8 Prozent, bei der Auktion zuvor waren es noch 3,1 Prozent gewesen. Die 18-Monats-Papiere lagen bei einer Rendite von 3,1 Prozent, hierfür waren vorher 3,3 Prozent fällig gewesen.

Ein leichtes Nachgeben ist auch am Devisenmarkt zu spüren. Und der Höhenflug des Euro geht auch weiter. Der Euro konnte sogar anziehen auf etwa 1,3150 Dollar, und zwar nachdem bekannt geworden war, dass der Empire-State-Index, der allgemein viel Beachtung findet, viel schlechter ausgefallen war als erwartet. Seit Anfang des Monats Mai ist dies der absolut höchste Stand. Somit konnte die Gemeinschaftswährung nur allein in diesem Monat etwa sieben Cent hinzugewinnen an Wert. Als Grund dafür sehen die Börsianer eher weniger ein gestiegenen Vertrauen in die gesamte Euro-Zone, es ist wohl eher so, dass die Angst gesunken ist vor dem Zusammenbruch dieser Zone. Daher sehen die Börsianer es so, dass der Anstieg des Kurses eher auf ganz wackeligen Beinen steht.

Vor einem großen Rätsel standen am Montag die Händler, denn der Ölpreis war ganz ungewöhnlich schnell eingebrochen. Innerhalb von drei Minuten war es passiert, dass sich Brent-Öl am Abend um mehr als 5 Dollar verbilligte je Barrel, und zwar bei hohen Umsätzen. Hinterher war es aber wieder so, dass diese Verluste wieder gutgemacht werden konnten. Einige Händler erklären diesen Ausverkauf mit einem Problem, das an einem automatischen Computer-Handelsprogramm aufgetreten sein soll. Heute sind wieder die Preise zurückgegangen für Industriemetalle und Rohöl.

Im Fokus der Anleger stehen heute die Erwartungen vom ZEW-Institut für den September, diese werden sicher den Handel heute bestimmen. Dazu kommt aus den USA der Leistungsbilanzsaldo des zweiten Quartals und auch der Hausmarktindex für den Monat September.

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