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Große Sorge um die Weltwirtschaft bremst heute den Dax aus

Verunsichert werden die Anleger an der Börse heute vor allen Dingen durch die Wachstumsprognose, die von China gesenkt wurde. Daher konnte der Leitindex Dax heute nur deutliche schwächer eröffnen.

Durch die anhaltenden Sorgen, die es bezüglich der Entwicklung der Weltwirtschaft gibt, eröffnete der deutsche Aktienmarkt am heutigen Dienstag im Minus. Im frühen Geschäft stand der Dax im Minus mit 0,43 Prozent bei 6836 Punkten. Somit knüpfe er an die beiden letzten Handelstage an, die ebenfalls schwächer waren.

Bereits am Vortag waren die Kurse belastet worden durch die gesenkte Wachstumsprognose, die der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao bekanntgegeben hatte. Auch der MDax verlor 0,69 Prozent, er fiel auf 10.312 Punkte, beim TecDax waren es 0,70 Prozent, er landete bei 767 Punkten.

Am Morgen sprachen die Börsianer davon, dass es wohl so sei, dass der Markt zunächst einmal eine sogenannte charttechnische Verschnaufpause nehme. Wolfgang Albrecht, Investmentanalyst der Landesbank Baden-Württemberg, meinte, dass diese gesenkte Wachstumserwartung wohl die Anleger insgesamt verunsichert habe.

Er ist der Meinung, dass die chinesische Zentralregierung nur damit versuche, den eigenen Ausblick übertreffen zu können. Dies sei ja auch in den letzten Jahren sehr gut gelungen. Der Experte betonte, dass die Volksrepublik China auf jeden Fall der wichtigste Motor in der gesamten Weltwirtschaft bleibe.

Auch die asiatischen Aktienmärkte reagierten mit Verlusten auf die Sorgen um die Konjunktur in Europa und China. Händler sagten, dass sich die Investoren wegen der erneuten Dämpfer für die Aussichten der Weltwirtschaft dazu entschlossen hätten, sich Gewinnmitnahmen zu sichern nach den teils recht kräftigen Kursanstiegen, die es im Februar gegeben hatte.

Vor allen Dingen die Exportwerte standen in Tokio zum Verkauf an. Ebenfalls kam Unruhe auf wegen der Spannungen, dies das iranische Atomprogramm erzeugt. Die Experten rechnen wohl in den kommenden Wochen noch mit weiteren Kurskorrekturen. Der Analyst Greg Gibbs, RBS Sydney, sagte, dass nach der sehr starken Rallye, die es zu Jahresanfang gegeben hatte, nun wohl eine recht deutliche Reinigung bevorstünde.

Somit schloss der Nikkei-Index bei 9637 Punkten, das ist 0,6 Prozent niedriger. Etwas mehr, nämlich 0,7 Prozent, büßte der Topix-Index ein, er schloss bei 827 Punkten. Den MSCI-Index traf es etwas stärker, er gab um etwa 1,3 Prozent nach. Auch die Börsen in Südkorea, Taiwan, Hongkong und Singapur mussten Kursabschläge verzeichnen, ebenso wie die Märkte in Australien und Shanghai.

Beim Nikkei waren es vor allen Dingen die exportorientierten Werte, die den Index ins Minus zogen. Im Minus schlossen auch Papiere von den Unternehmen, die geschäftlich recht eng verbunden sind mit China. Zu der gesenkten Wirtschaftsprognose aus China kommt noch, dass auch die Dienstleister in der Euro-Zone dafür sorgen, dass eine gewisse Unruhe aufkommt, denn deren Geschäfte liefen überwiegend schlechter als im Monat davor.

In Fernost notierte auch der Euro leicht schwächer, er wurde mit 1,3194 Dollar gehandelt, am Vortag waren es in den USA noch 1,3217 Dollar. Durch die anhaltenden Spannungen zwischen dem Westen und dem Iran blieb auch der Ölpreis auf einem sehr hohen Niveau.

 

Bildquelle: Gerd Altmann  / pixelio.de

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