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Erleichterung an den Börsen nach der Zustimmung in Griechenland zum Sparpaket

Mit Erleichterung wurde die Zustimmung zum Sparpaket, die am gestrigen Sonntag Abend in Griechenland beschlossen wurde, nicht nur in der EU aufgenommen, auch die Börsen zeigten sich erleichtert. Erneut konnte der Euro steigen, und zwar über eine Marke von 1,32 Dollar. Allerdings schrumpfte die Wirtschaft Japans im vierten Quartal.

Durch die Zustimmung zum Sparpaket wurden die Anleger am Aktienmarkt in Deutschland sehr zuversichtlich gestimmt, und so stieg zu Handelsbeginn am Montagmorgen der Dax auf 6754 Punkte, das sind 0,9 Prozent Zuwachs.

Warnungen vor einem Zuviel an Optimismus kam allerdings von den Analysten. Weiterhin bestehe auf jeden Fall die Angst, dass die Bemühungen Griechenlands, die anvisierten Sparziele zu erfüllen, scheitern könnten, weil einfach der Rückhalt in der Bevölkerung nicht gegeben sei. Dies sagte der Experte der Helaba, Christian Schmidt. Den Unmut der griechischen Bevölkerung hatte man deutlich spüren können durch die ganzen Demonstrationen und auch die gewalttätigen Ausschreitungen, die am gestrigen Sonntag nach der Entscheidung des Parlaments ihren bisherigen Höhepunkt gefunden hatten.

TUI erhielt Auftrieb durch die Aussicht darauf, dass weitere Anteile an Hapag-Lloyd verkauft werden könnten. Dadurch stiegen dann die Aktien des Konzerns und verbuchten ein Plus von 3,8 Prozent. Somit lagen die Aktien dann bei 6,54 Euro und setzten sich an die Spitze vom MDax. Der Analyst Herbert Sturm von den DZ-Bank sagte dazu, dass dies auf jeden Fall gute Nachrichten seien für die Anleger von TUI. Es sei allerdings bereits mit einem solchen Deal gerechnet worden. Sein Rat sei daher an die Investoren, dass sie die Gewinne mitnehmen sollten.

Nach der erfolgreichen Abstimmung in Griechenland zählten auch wieder die Finanzwerte zu den Gewinnern. Die Commerzbank stieg um 4,7 und die Deutsche Bank um 2,1 Prozent. Um gut 3 Prozent konnten auch die Aktien von Bilfinger Berger zulegen im MDax, und zwar nach der Vorlage der Geschäftszahlen.

Auch an den Börsen in Asien wurde der Beschluss aus Griechenland positiv aufgenommen. Dank der Verabschiedung des Sparpaketes starteten auch die asiatischen Aktienmärkte sehr positiv in die neue Woche. Dennoch war es so, dass sich die Aufschläge hier in Grenzen hielten. Nach Meinung der Händler sei diese Entwicklung wohl schon eingepreist gewesen. Hier zog die Gemeinschaftswährung Euro an auf Kurse von etwa 1,3250 Dollar, zuletzt hatte der Euro unter 1,32 Dollar gelegen in New York.

Der Nikkei-Index schloss in Tokio fester, und zwar um 0,58 Prozent, somit lag er bei 8999 Punkten. Auch der Topix-Index stieg auf 781 Punkte, das sind 0,34 Prozent mehr. Es habe wohl auch jüngst Lust gegeben auf risikoreiche Käufe, das habe schon unterstellt, dass ein Zahlungsausfall Griechenlands wohl vermieden werden könne. Dies sagte Junya Tanase in Tokio, JPMorgan Chase. Durch den Beschluss des Parlaments sei bestätigt worden, dass diese Annahme wohl auch weiter gelte.

Die schwachen Konjunkturdaten, die aus der Heimat kamen, wurden von den Händlern in Tokio recht gut weggesteckt, hier richtete man den Blick einfach nach vorne. Shoji Hirakawa, UBS, sagte, dass der Knackpunkt nicht das Wachstum sei im letzten Quartal, sondern viel eher die Entwicklung, die stattfinden werde ab April im nächsten Fiskaljahr. Zum Jahresende schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt in Japan wieder, und das nachdem man sich erst ein Quartal davor aus der Rezession herausgekämpft hatte, die nach der Finanzkrise entstanden war.

Auch in Südkorea, Singapur und Taipeh legten die Kurse an den Aktienmärkten weiter zu, und auch in Hongkong konnte der Index im Plus bleiben. Lediglich der Index in Shanghai verlor.

 

Bildquelle: Gerd Altmann  / pixelio.de

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