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Erholung ist angesagt beim Dax

Dax erholt sich wieder etwasIn den vergangenen Tagen dieser Woche hat der Dax nur Verluste hinnehmen müssen, jetzt scheint sich die Situation wieder etwas zu entspannen, denn der Leitindex kann am letzten Handelstag der Woche doch wieder zulegen. Am Nachmittag stehen die offiziellen Arbeitsmarktdaten aus den USA an. Die Anleger warten auf diese Daten, weil sie sich davon Aufschluss darüber erhoffen, wie lange die US-Notenbank Fed noch ihre lockere Geldpolitik weiterhin beibehalten wird.

Nachdem es nun vier Tage hintereinander nur nach unten gegangen ist für den Dax ist es dem Index heute gelungen, diese Bewegung zu stoppen. Trotzdem wird der Dax diese Woche abschließen mit dem höchsten Wochenverlust seit dem Ende des Augusts, bisher hat der Leitindex über drei Prozent abgeben müssen. Er verließ den Handel am Donnerstag mit 9.078 Punkten, also einem Minus von 0,6 Prozent.

Jetzt hat der Dax wieder die Marke von 9.100 Punkten überschritten, er konnte zulegen am Morgen des letzten Handelstages dieser Woche um 0,4 Prozent und steht bei 9.134 Punkten. Dieselbe Bewegung nach oben zeigen auch der MDax und der TecDax. Der MDax kann leicht zulegen um 0,1 Prozent, so dass er 15.875 Punkte erreicht, beim TecDax ist ein Zuwachs zu verbuchen in Höhe von 0,5 Prozent, er steht bei 1.124 Punkten.

Die Wirtschaft der USA hat sich überraschend weitaus mehr erholt, als man dies seitens der Experten erwartet hatte, und dies sorgte an den Börsen für Unruhe. Ganz besonders belastet wurde die Wall Street in New York. Durch diese unerwartete Besserung ist es gut möglich, dass das Anleihekaufprogramm der Fed nun doch viel eher gedrosselt werden wird, als man bisher angenommen hat. So ging der Dow-Jones-Index mit einem Minus von 0,4 Prozent aus dem Handel, er schloss mit 15.821 Punkten.

Der Mittwoch und der Donnerstag waren auch in Japan von Verlusten bestimmt worden, dies änderte sich aber am Freitag wieder. So konnte der Nikkei-Index zulegen um 0,8 Prozent und erreicht 15.300 Punkte. Ein Minus musste allerdings der Shanghai-Composite hinnehmen, er gab 0,6 Prozent ab und erreicht noch 2.232 Punkte.

Der Blick der Anleger richtet sich heute ganz eindeutig Richtung USA, denn dort werden die offiziellen Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist eng geknüpft an die Geldpolitik der Fed, umso gespannter sind die Anleger. Sollte die Arbeitslosigkeit stark zurückgegangen sein wird befürchtet, dass die Fed ihr Anleihekaufprogramm schon bald drosseln könnte. In dieser Woche hatte es schon einmal gute Nachrichten gegeben vom US-Arbeitsmarkt.

Es spielt sich aber nicht alles nur in den USA ab, auch aus Deutschland kommen heute Daten, und zwar bezüglich der Entwicklung von den Auftragseingängen im Bereich der Industrie. Hier schätzen die Experten, dass es einen Rückgang gegeben haben wird um 0,6 Prozent gegenüber dem September. In dem Monat hatte die Industrie noch einen Zuwachs verbuchen können von 3,3 Prozent.

Eindeutige Sieger im Dax unter den Einzelwerten sind heute nicht auszumachen, an der Spitze des Dax befinden sich zur Zeit die Aktien von Infineon mit einem Plus von 1,5 Prozent, danach folgen die Deutsche Telekom mit einem Plus von 1,3 Prozent und die Deutsche Post mit einem Zuwachs von 1,1 Prozent.

Schlusslicht im Dax sind die Aktien von Merck, die sich gestern noch an die Spitze des Leitindex setzten konnten mit einem Plus von mehr als fünf Prozent, heute gaben sie 0,8 Prozent ab. Auch die Papiere von K+S sind am unteren Ende zu finden, sie geben 0,7 Prozent ab.

Einen Verlust von bis zu 4,9 Prozent mussten im MDax die Aktien von Hochtief hinnehmen. Grund dafür ist eine Verkaufsempfehlung der Analysten von der UBS. Im TecDax konnten die Aktien von Bechtle die Spitze übernehmen mit einem Plus von 5,3 Prozent. Grund für diesen Anstieg ist, dass das IT-Unternehmen für dieses laufende Jahr rechnet mit einem einstelligen Umsatzanstieg in großer Höhe gemessen am Vorjahr. Das Unternehmen gibt an, dass das Ergebnis vor Zinsen und Steuern „spürbar steigen“ soll in diesem Jahr.

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