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Erholung beim Dax aber er muss Gewinne wieder abgeben

Heute kann der Dax seine Erholung weiter fortsetzen, dennoch muss er einen Teil von den gemachten Gewinnen vom Tag zuvor gleich wieder abgeben.

Bisher konnte der Dax zulegen um 0,6 Prozent, somit erreichte er 6.368 Punkte. Schon am gestrigen Montag konnte er sich sehr gut erholen von den Verlusten, die er in der Woche zuvor erlitten hatte mit einem Plus von einem guten Prozent. Zur Zeit weist der MDax ein Plus aus von 1,7 Prozent, er erreicht 10.345 Punkte, und beim TecDax sind es 1,1 Prozent mehr, so dass er bei 760 Punkten liegt.

Die Aktienmärkte in Europa erhielten heute einen Auftrieb durch aufkeimende Hoffnungen bezüglich einiger Fortschritte, die es bei der Bewältigung der allgegenwärtigen Schuldenkrise geben könnte. Der Konjunktur-Optimismus wurde auch weiterhin noch geschürt durch eine Aussicht auf schnellere Investitionen in China. Allerdings warnte hier ein Börsianer, dass dies nur eine Erholung sei, die auf sehr vagen Hoffnungen basiere. Es könne sich alles wieder drehen, sobald die nächsten negativen Nachrichten ankommen. Weitere Impulse könnten am heutigen Nachmittag kommen, wenn die Daten anstehen vom US-Häusermarkt.

Dazu steigen momentan auch noch die Erwartungen, die an den EU-Gipfel gestellt werden, der am Mittwoch stattfinden wird. Chris Weston, Aktienhändler beim Brokerhaus IG Markets sagte, dass es die Hoffnung gebe, dass der neue Präsident Frankreichs, Hollande, das Thema der Euro-Bonds weiter voranbringen könnte. In den letzten Jahren waren diese gemeinsamen Anleihen von allen Staaten aus der Euro-Zone immer öfter ins Gespräch gebracht worden, wenn es darum ging, die Schuldenkrise zu bewältigen.

Trotz aller Differenzen mit dem Nachbarland Frankreich sieht Bundeskanzlerin Merkel dennoch Möglichkeiten zu Kompromissen vor den EU-Abstimmungen, die nun anstehen. Auch wenn es unterschiedliche Positionen gebe gelte der Geist, dass man vernünftige Lösungen finden wolle.

Um eine Finanzstabilität garantieren zu können, braucht Europa der Einschätzung von Mariano Rajoy nach, Ministerpräsident von Spanien, sehr schnelle Lösungen. Hier gebe es auf jeden Fall Entscheidungen, die auch innerhalb von 24 Stunden umsetzbar seien. Dies sagte Rajoy am gestrigen Montag vor den Journalisten während des Nato-Gipfels. Allerdings hält er die Euro-Bonds für ungeeignet als eine schnelle Hilfsmaßnahme.

Michael Meister, Unionsfraktionsvize, hat den Befürwortern der Euro-Bonds, Italien und Frankreich, vorgeschlagen, doch einfach gemeinsame Staatsanleihen ins Leben zu rufen. Alle Staaten, die die Euro-Bonds fordern, könnten ja durchaus auch gemeinsame Bonds ausgeben. Laut einem Vorabbericht sagte Meister dies gegenüber der „Rheinischen Post“. Solch eine Beteiligung an gemeinsamen Staatsanleihen von Euro-Ländern lehne Deutschland aber auf jeden Fall ab.

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