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Einbruch beim Dax – Kampf um die Marke von 7.300 Punkten

Nach dem gestrigen Feiertag bricht der Dax heute ein. Es hat nur wenige Minuten gedauert, in denen der Leitindex etwa 80 Punkte verlor. Zurückhaltung herrscht bei den Anlegern im Vorfeld der Ratssitzung der EZB.

Der Auftakt des Handels war eher positiv gewesen, doch am frühen Vormittag drehte dann der Dax in den Verlust hinein. Zuletzt war es so, dass der Dax bei 7.303 Punkten lag, dies bedeutet ein Minus von 0,26 Prozent. Innerhalb von wenigen Minuten verlor der Leitindex dabei rund achtzig Punkte. Die EZB-Ratssitzung scheint der Grund zu sein, warum sich viele Investoren heute zurückziehen aus den Aktienmärkten.

Die Investoren hoffen heute darauf, dass sie von Mario Draghi, dem Chef der EZB, weitere Infos erhalten über einen eventuellen Hilfsantrag von Spanien. Chef-Analyst James Hughes von Alpari sagte, dass es die Märkte durchaus nach oben treiben könnte, wenn Draghi nahelegen würde, dass dieser Antrag bald eintreffen könnte.

Weitere Neuigkeiten werden von dieser Sitzung allerdings nicht erwartet. Man vermutet, dass weder eine erneute Senkung des Zinses auf dem Plan stehen werde, noch nähere Details zu den Staatsanleihekäufen, die seitens der EZB geplant sind.

Die internationalen Aktienmärkte hatten sich gestern nur etwas leichter antreiben lassen, der Grund war der Bericht bezüglich des Arbeitsmarktes der USA, der überraschend positiv ausgefallen war. Die ADP, eine private Arbeitsagentur, hatte berichtet, dass im Monat September in den USA rund 20.000 Stellen mehr erschaffen worden sind in der Privatwirtschaft, als man dies vorhergesagt hatte. Insgesamt wurden 162.000 Jobs geschaffen. Dieser Bericht wird als ein Vorläufer angesehen für den offiziellen Report zu der Lage, die am Arbeitsmarkt der USA herrscht, der für den Freitag erwartet wird. An den Aktienmärkten Europas legten die Kurse ein klein wenig zu. Die Umsätze in Deutschland waren aber niedrig geblieben wegen des Feiertages. Der Dax konnte allerdings zulegen um 0,2 Prozent, er stand bei 7.322 Punkten.

Auch die Schuldenkrise wirft weiterhin einen Schatten über das Marktgeschehen. Am gestrigen Mittwoch war es der Markit-Einkaufsmanagerindex für die Zone des Euro, der für schlechte Stimmung sorgte, denn dieser signalisierte, dass die Privatwirtschaft wohl noch weiter mehr an Fahrt verliert. Im September sank dieser Index auf 46,1 Punkte, das sind 0,2 Prozent weniger, und somit war der tiefste Stand erreicht, den es seit 3 Jahren gegeben hat. Es gab aber auch etwas Positives, und das waren die Einzelhandelszahlen. Hier gibt es aber auch eine Belastung, und das ist die Unsicherheit bezüglich des möglichen Hilfsantrags von Spanien.

Am Morgen hatte der Euro etwas zulegen können, er notierte um die 1,2949 Dollar herum. Vor der EZB wird aber auch die Bank of England ihre eigene Zinsentscheidung bekanntgeben. Hier gehen die Experten davon aus, dass es auch seitens der britischen Zentralbank dieses Mal keine weiteren Maßnahmen geben wird.

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