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Die Gewinne des Dax verringern sich wieder

In den ersten Handelsstunden dieses heutigen Dienstags wurde der Dax gestützt durch die Vorgaben, die aus Asien kamen. Dennoch war es so, dass die Händler das gesamte Marktgeschehen eher noch mit einer Portion Skepsis verfolgten. Nach wie vor sind die Sorgen um Spanien sehr akut, und seitens der Investoren wartet man auf neue Impulse.

Die vorherrschenden Sorgen rund um die Schuldenkrise in Europa wurden heute ein klein wenig in den Hintergrund gedrängt an den Aktienmärkten in Europa, der Grund sind Hoffnungen auf ganz neue Konjunkturimpulse, die aus China kommen sollen. So konnte der Dax 0,6 Prozent höher notieren, er stand bei 6.361 Punkten, beim EuroStoxx50 zeigte sich kaum eine Veränderung verglichen zum Vortag.

Ein Händler sagte, dass es wohl abhängig sei von den US-Märkten, ob der Leitindex sein Plus auch halten kann bis zum Schluss des Handels. Am Montag hatte die Wall Street geschlossen wegen des Feiertags Memorial Day. Die Marktteilnehmer rechneten am Terminmarkt auch für die Wall Street mit ansteigenden Kursen. In Frankfurt sagte ein Händler, dass der Rückenwind heute vor allen Dingen aus China komme. Wie man Regierungskreisen entnehmen kann, will China beispielsweise mit einigen Zuschüssen auch den Autoabsatz ankurbeln auf dem Lande. Dazu kommen noch die schon etwas länger kursierenden Spekulationen bezüglich neuer Infrastrukturprogramme, die es in China geben soll.

Aber auch die Lage am Rentenmarkt konnte sich heute ein klein wenig entspannen. Die Renditen wurden hier etwas gedrückt, weil die Kurse von den Anleihen ein klein wenig angezogen haben.

Dennoch ist es noch immer so, dass die Investoren auch sehr skeptisch hinüberblicken nach Spanien. Mittlerweile sorgt man sich wohl eher um den Verbleib der Spanier in der Euro-Zone als um den Verbleib der Griechen. Es sei wohl so, dass die Märkte sich erst beruhigen würden, wenn die Banken auch refinanziert seien, oder auch wenn die Notenbanken wieder einmal neue Gelder zur Verfügung stellen würden. Dagegen haben vier der größten griechischen Banken eine Geldspritze erhalten in Höhe von 18 Milliarden Euro, die ihnen zugesagt worden war. Dies war am Montag vom Finanzministerium mitgeteilt worden in Athen.

Dieses Geld für eine Rekapitalisierung geht per EFSF an die National Bank, die Alpha, die Eurobank und auch die Piräus Bank. Schon davor hatte Reuters, die Nachrichtenagentur, bereits aus Kreisen des Stabilitätsfonds, der zuständig ist für die Unterstützung der Branche, von dieser Auszahlung erfahren.

Cameron Peacock, Analyst bei IG Markets, rechnet noch dazu damit, dass auch die momentanen Schwankungen weitergehen werden an den Aktienmärkten, zumindest so lange, wie Europa sich nicht stabilisieren kann. Dies werde aber wohl nicht der Fall sein vor den Neuwahlen in Griechenland im kommenden Juni.

Auch die deutschen Wirtschaftsdaten könnten heute noch einem für neue Impulse sorgen, um 14 Uhr werden sie dann veröffentlicht, die vorläufigen Verbraucherpreise für den Monat Mai.

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