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Die Anleger des Dax setzen heute auf die Unternehmen aus den USA

Die Quartalsergebnisse, die der Konzern Alcoa zu Beginn der Berichtssaison in den USA vorgelegt hat, sind recht zwiespältig aufgenommen worden. Trotzdem erhoffen sich die Anleger, dass die Kurse wieder etwas neuen Schwung erhalten. Der Dax kann den Handelstag recht positiv beginnen, er streicht einige Gewinne ein. Zulegen können heute die Deutsche Bank und die Lufthansa.

Am heutigen Dienstag Morgen konnte der Dax gleich 0,7 Prozent zulegen, so dass er 7.707 Punkte erreicht. Den gestrigen Montag konnte der Dax beenden mit einem Plus in Höhe von 0,5 Prozent, so dass er bei 7.662 Punkten stand. Der MDax dreht sich heute um seinen Schluss vom Vortag, also bei 12.989 Punkten. Der TecDax kann ebenfalls gewinnen, er erhält 0,2 Prozent mehr und erreicht 914 Punkte.

Es sind nicht gerade wenige der Anleger, die sich trotz der recht mäßigen Erwartungen an die US-Berichtssaison, die gestern Abend gestartet ist, erhoffen, dass dadurch neuer Schwung hineinkommt in die Aktienmärkte. Zumindest werden für den weiteren Verlauf der Woche einige recht positive Impulse erhofft.

Mit großer Spannung erwarten auch die US-Märkte die neuen Zahlen, allerdings hielten sich die Anleger am gestrigen Montag zunächst noch zurück. Dennoch konnte der Dow Jones um 0,3 Prozent fester schließen, er lag zu dem Zeitpunkt bei 14.613 Punkten. Der S&P-500-Index hatte noch am Freitag den größten Wochenverlust hinnehmen müssen, den es im ganzen Jahr gegeben hat, und auch er konnte gestern 0,6 Prozent gewinnen und erreicht 1.563 Punkte.

In Japan konnten die Märkte vor allen Dingen profitieren von den Impulsen im Land. Durch die recht aggressive expansive Geldpolitik von der Bank of Japan wurde die Börse in Tokio teilweise auf den höchsten Stand geschoben, die sie seit rund fünf Jahren erreichen konnte. So konnte der Nikkei-Index am Dienstagnachmittag ansteigen um 0,5 Prozent. Allerdings musste er auch im Verlauf des weiteren Handels wieder einen großen Teil dieser Gewinne abgeben. Zuletzt ging er dann zum Tag zuvor unverändert wieder aus dem Handel mit 13.192 Punkten.

Nach dem Börsenschluss am gestrigen Montag eröffnete der Aluminiumkonzern Alcoa die Berichtssaison in den USA. Allerdings zeigte sich das Ergebnis eher durchwachsen. Das Unternehmen teilte mit, dass der Nettogewinn gestiegen sei auf 149 Millionen Dollar, das bedeutet 13 Cent pro Aktie. Im gleichen Zeitraum des letzten Jahres waren es lediglich 94 Millionen Dollar gewesen. Seitens der Analysten hatte man eher mit einem Schnitt gerechnet von 8 Cent Gewinn pro Aktie. Dennoch musste die Aktie des Konzerns ein Prozent abgeben im nachbörslichen Handel, der Grund dafür ist der Umsatz, der niedriger ausgefallen war als erwartet, und dazu der ungewisse Ausblick. Alcoa eröffnet jedes Quartal traditionell die US-Berichtssaison. Das Unternehmen wird sehr oft betrachtet als Konjunkturbarometer.

Im Schnitt gehen die Experten in ihren Prognosen davon aus, dass es zu einem Zuwachs des Gewinns der Firmen, die im S&P-500 notiert sind, kommen wird in Höhe von 1,6 Prozent. Noch im Januar hatte man ein Plus vorhergesagt in Höhe von 4,3 Prozent. Also wird kein weiterer Höhenflug erwartet, aber angesichts des Gegenwinds aus der Wirtschaft in Europa ist dieses Ertragsniveau noch immer passabel.

Am heutigen Morgen stehen die Werte von der Deutschen Bank und der Lufthansa weit oben im Dax, beide verzeichnen ein Plus von je 1,9 Prozent. Auch Thyssen-Krupp reiht sich dort ein mit einem Plus in Höhe von 1,5 Prozent. Schlusslicht im Dax sind heute die Papiere von K+S, diese mussten einen Abschlag hinnehmen in Höhe von einem Prozent. Der Grund dafür ist eine Verkaufsempfehlung, die von der Berenberg Bank herausgegeben wurde. Nachgeben mussten auch die Papiere von Continental, sie verloren 0,9 Prozent, ebenso wie die Titel von Adidas, die 0,2 Prozent verloren.

Auch Heidelberg Cement nimmt den Weg nach unten. Dieser Konzern muss wegen Preisabsprachen von einem Zementkartell ein Bußgeld in Millionenhöhe zahlen. Am heutigen Dienstag teilte das Unternehmen mit, dass der Bundesgerichtshof das Urteil vom Oberlandesgericht in Düsseldorf, das im Juni des Jahres 2009 gefällt wurde, rechtskräftig bestätigt hat. Zur damaligen Zeit hatte der Konzern, der im Dax notiert ist, Einspruch eingelegt gegen den Bußgeldbescheid.

Den Angaben nach soll das Bußgeld für diese Kartellverstöße in den Jahren von 1990 bis hin zu 2002 ganze 161,4 Millionen Euro betragen. Wegen der Verfahrensdauer, die überlang war, reduziert sich allerdings die Summe, die ursprünglich verlangt worden war, auf 90 Millionen Euro. Nachdem die entsprechende Rückstellung aufgelöst wurde, werde das Ergebnis im zweiten Quartal des Jahres belastet werden mit rund 30 Millionen Euro. Somit muss die Aktie des Unternehmens 0,1 Prozent abgeben.

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