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Der Dax hält sich heute eher zurück

Für die Anleger bleibt die Marke von 8.000 Punkten im Dax noch immer unerreichbar, interessant ist, dass alle gerne über diese Marke springen würden, aber keiner traut sich so recht, dies in Angriff zu nehmen. An den Börsen herrschen momentan einfach viel zu wenig Impulse und dazu etliche Unklarheiten.

Der Dax scheint wohl Angst zu haben vor einem Höhenflug, denn am heutigen Morgen notierte er 0,2 Prozent niedriger und erreicht 7.948 Punkte. Dem Leitindex fehlte gestern gerade einmal noch ein halber Punkt, um die 8.000-Punkte-Marke zu erreichen, aber dann fiel der Index auch gleich wieder zurück.

Auch in der zweiten Reihe passierte heute erst einmal nicht sehr viel. Der MDax musste 0,1 Prozent abgeben und erreicht noch 13.359 Punkte, beim TecDax gibt es ein Plus von 0,1 Prozent, so dass er bei 927 Punkten steht.

Momentan sieht es nicht so aus, als ob der Dax einen erneuten Anlauf nehmen wird auf die magische Marke, denn momentan fehlen ganz einfach die Impulse dafür. Die Vorgaben, die aus den USA und aus Asien kommen, sind einfach zu schlecht.

Ein klein wenig problematisch könnte sich heute auch die Anleihe-Auktion gestalten, die Italien angehen wird. Am heutigen Vormittag wird das Land Staatsanleihen anbieten mit Laufzeiten von drei Jahren und 15 Jahren, unter anderem. Das gesamte Volumen dieser Auktionen liegt bei 7,25 Milliarden Euro. Im Vorfeld dieser anstehenden Auktion zeigen sich die Bundesanleihen allerdings ein bisschen verbessert. Die Bonds mit einer Laufzeit von zehn Jahren warfen am heutigen Morgen eine Rendite ab von 1,48 Prozent.

Ein Händler sagte, dass Italien das Sorgenkind sei in der Euro-Zone und dies auch bleiben werde. Wenn die Renditen für die italienischen Anleihen wieder steigen sollten, könnte dadurch auch die momentane Rallye gestoppt werden, die an den Aktienmärkten herrscht. Nachdem es vor zwei Wochen zu dem Wahlpatt gekommen ist befürchten die Investoren, dass die Krise in Europa wieder aufflammen könnte wegen der politischen Entwicklung, die mehr als unsicher ist.

Bestätigung finden diese Ängste in den Zahlen bezüglich der Industrieproduktion innerhalb der Euro-Zone. Hier rechnen die Analysten mit einem weiteren Einbruch in Höhe von 2,2 Prozent verglichen mit dem Monat zuvor. Verglichen mit dem Dezember dürfte die Industrieproduktion wohl zurückgegangen sein um 0,1 Prozent, nachdem sie im Dezember ein Plus erreichen konnte von 0,7 Prozent. Aktuelle Daten dazu gibt es heute aus Brüssel.

Es ist vorstellbar, dass sich wegen der recht starken Rally, die der Dax in diesem Monat hingelegt hat, an den Börsen nun doch ein paar Ermüdungserscheinungen zeigen werden. Berndt Fernow, Analyst der LBBW, sagte, dass die gesamten Aktienmärkte überkauft erscheinen. Seiner Meinung nach hätten sie eine Konsolidierung verdient, und der Auslöser dafür könnte kommen vom der Wall Street, die stark gelaufen sei.

Zu den heutigen Verlierern zählt unter anderem die Commerzbank. Schon gestern zeigten sich die Aktien recht schwach, nachdem es Meldungen gegeben hatte bezüglich einer weiteren möglichen Kapitalerhöhung. Heute Morgen fiel dann die Aktie der Commerzbank erneut, und zwar um 2,9 Prozent. Gestern waren es drei Prozent gewesen.

Eon, der größte deutsche Energiekonzern, veröffentlicht am heutigen Mittwoch die aktuellen Geschäftszahlen. Trotz der Einbußen, die es durch die Atomwende gab, konnte der Versorger doch unter dem Strich schwarze Zahlen schreiben. Dennoch bleibt ein schlechter Beigeschmack, denn schon Ende Januar hatte der Konzern für dieses laufende Jahr 2013 eine Prognose gestellt, nach der es einen deutlichen Rückgang beim Gewinn geben wird. Dennoch gelang es der Aktie heute, ein Plus zu erreichen von 0,4 Prozent.

Die Aktien von Infineon platzierten sich gleich hinter den Papieren der Commerzbank. Dieses Unternehmen hatte heute Morgen zu kämpfen mit einer Herabstufung, die Morgan Stanley vorgenommen hatte. Die Empfehlung wurde von den Analysten gesenkt von „equal-weight“ hinunter auf „underweight“. Daraufhin verloren die Aktien gleich 2,2 Prozent.

Aber auch die Autowerte zählen heute zu den Verlierern. BMW, Daimler und auch Volkswagen mussten zwischen 0,5 Prozent und 0,9 Prozent abgeben. Auch die Aktien von Porsche gaben 0,5 Prozent nach, zulegen konnte lediglich Audi, aber auch nur geringe 0,1 Prozent.

Viele Gewinner gab es heute nicht, aber die Papiere von Continental gehörten auf jeden Fall dazu. Diese Aktien konnte heute profitieren von einer Analystenbewertung. Das Kursziel wurde von Barclay erhöht für diese Aktie auf 104 Euro von bisher 94 Euro, und somit bewertete man das Papier mit „overweight“. Daraufhin konnten die Aktien ein Plus von 0,6 Prozent verbuchen, sie steht nun bei 96,88 Euro.

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