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Den heutigen Tag beginnt der Dax im Minus

Der Jahresauftakt des Dax war nun wirklich sehr stark gewesen, heute dagegen startete der Dax in den Handel mit leichten Verlusten. Dagegen kann sich der Euro recht stabil halten.

Zum Start des Handels haben sich die Anleger heute fast gar nicht herausgewagt, gleich in den ersten Minuten verlor der Dax 0,5 Prozent, so dass er bei 7119 Punkten stand. Ein Händler sagte, es sei nun an der Zeit, dass eine Konsolidierung stattfinde nach dem starken Jahresauftakt. Seit Anfang Januar war es dem Dax gelungen, gute 21 Prozent zu gewinnen an Wert, und damit konnte er die Verluste aus dem letzten Jahr mehr als nur wiedergutmachen.

Die Papiere der Lufthansa können heute zu den wohl größten Gewinnern des Dax gezählt werden. Sie verteuerten sich um zwei Prozent, der Grund war eine Kaufempfehlung. Der eindeutige Verlierer ist die Metro. Deren Papiere wurde durch die recht vorsichtige Prognose für das laufende Jahr ins Minus gedrückt, ein Verlust von 1,7 Prozent ist hier zu verzeichnen. Olaf Koch, neuer Vorstandschef des Unternehmens, erwartet für das Jahr 2012 sogenannte stagnierende operative Erträge, und das bei einem Anstieg des gesamten Umsatzes. Dennoch ist diese Prognose allerdings risikobehaftet angesichts des allgemein sehr unsicheren Umfelds der Wirtschaft. Ein Händler meinte, dass dies nicht sehr konkret sei, und daher stimme es auch eher vorsichtig.

Allerdings konnte sich der Euro durchsetzen, der hat gleich am Morgen seine Gewinne vom Vortag verteidigt. Er hielt sich um 1,3240 Dollar, am Montag hatte er gar auf eine Spitze klettern können von 1,3266 Dollar. Diesen Anstieg hatten die Händler auf eine bestimmte Mitteilung der EZB zurückgeführt. Darin teilte die Bank mit, dass sie in der letzten Woche im Rahmen des eigene Bond-Kaufprogramms keine Anleihen erworben hat.

Ein Händler sagte hierzu, dass dies vom Markt als Zeichen gewertet wurde, dass die Anleihenmärkte der Eurozone von sich selbst aus in der Lage waren, sich zu erholen, und das ganz ohne die Unterstützung der EZB. Viele Anleger waren daraufhin gezwungen, die Gemeinschaftswährung nachzukaufen, denn sie hatten auf einen sinkenden Kurs des Euro gesetzt.

In Asien haben die Aktienmärkte etwas nachgegeben. Die Schuldenkrise Europas interessierte an den Börsen kaum noch jemand, daher schauten alle Händler nun umso genauer auf Hongkong und China. Bisher ist die Bilanzsaison dort immer unter den Erwartungen geblieben.

Daten von Reuters zufolge ist es in China so, dass dort bereits die Hälfte aller Unternehmen einen Einblick gegeben haben in das Quartal, was bereits abgelaufen ist. Bei rund 70 Prozent der Unternehmen ist es aber so, dass sie die Prognosen der Analysten definitiv verfehlt haben. Alex Wong, Analyst bei Ample Finance sagte, dass man sich in einer Abwärtsspirale befinde, es gebe keinerlei positive Signale. Vor allen Dingen seien es die ansteigenden Rohstoffkosten, die Sorgen bereiteten und auch den Industriekonzernen zusätzlich noch zusetzten.

Abwärts ging es aber auch an den Börsen in Südkorea, Taiwan und auch Australien, nur Singapur konnte Gewinne verzeichnen. Dies kommt daher, weil sich der Markt in Singapur sehr viel stärker orientiert an der Entwicklung, die in den USA stattfindet. Hier war es am Montag so gewesen, dass die allgemeine Freude darüber, dass Apple die Dividendenzahlungen wieder aufnimmt, die Kurse in das Plus trieb. Die Börsen in Tokio waren am Dienstag ganz geschlossen.

In Asien stand bei den Einzelwerten ganz eindeutig Samsung im Mittelpunkt. Samsung profitierte ebenfalls von Apples Ankündigung, denn dadurch erhielt der komplette Technologiesektor einen guten Rückenwind. So erreichte die Samsung-Aktie ein absolutes Allzeithoch.

 

Bildquelle: Rainer Sturm  / pixelio.de

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