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Dax muss wieder Verluste hinnehmen

Gleich zum Handelsstart am heutigen Dienstag muss der Dax wieder etwas abgeben. Noch immer ist es so, dass die Anleger nicht auf größere Risiken aus sind. Sie warten lieber auf weitere Informationen bezüglich des zukünftigen Kurses des Geldpolitik der US-Notenbank Fed.

Weiterhin setzt sich die Vorsicht unter den Anlegern fort am Aktienmarkt in Deutschland. Somit steuert auch der Dax weiterhin abwärts. Gleich am Dienstagmorgen gab er 0,4 Prozent ab und fällt unter 8.200 Punkte, lediglich noch 8.181 Punkte kann er verzeichnen. Noch am gestrigen Montag konnte er den Tag beenden mit einem Plus in Höhe von 0,4 Prozent, er schloss mit 8.215 Punkten. Allerdings hatte der Leitindex in der letzten Woche insgesamt ganze 1,5 Prozent abgeben müssen.

Gewinnen konnte dagegen der MDax, er verbucht ein Plus in Höhe von 0,2 Prozent und steht somit bei 14.080 Punkten. Beim TecDax gibt es ein sehr geringes Plus in Höhe von 0,05 Prozent, er verzeichnet somit 952 Punkte. Eine ähnliche Entwicklung wie der Dax legen die weiteren wichtigen Börsen innerhalb Europa an den Tag. Auch der EuroStoxx 50 muss 0,55 Prozent abgeben, so dass er noch 2.687 Punkte verzeichnet.

Weiterhin gibt es an den Märkten jede Menge Spekulationen, und im Mittelpunkt steht hier immer die Geldpolitik der USA. Die Anleger erwarten sich am morgigen Mittwoch mehr Informationen darüber, wie es weitergehen wird mit der Geldpolitik in Amerika. Bis dahin wird die Unsicherheit, die an den Märkten momentan herrscht, wahrscheinlich allgegenwärtig bleiben. Den Händlern nach ist es auch so, dass sich die Anleger auch weitere Hinweise erhoffen bezüglich der Zustands, in dem sich die Wirtschaft hierzulande momentan befindet.

Aus Asien kamen heute eher negative Vorgaben. Am heutigen Dienstag musste der Nikkei-Index 0,3 Prozent abgeben, beim Shanghai-Composite waren es 0,1 Prozent. In einer richtigen Kauflaune scheinen sich dagegen gleich zu Beginn der Woche die Anleger an der Wall Street zu befinden. So konnte der Dow-Jones-Index 0,7 Prozent zulegen, und auch der S&P 500 sowie der Nasdaq-Composite konnten ein Plus verbuchen, und zwar jeweils in Höhe von 0,8 Prozent.

An der Spitze des deutschen Leitindexes befinden sich heute die Papiere von Heidelberg Cement, Infineon und auch Siemens. Alle waren in der Lage zuzulegen zwischen 0,1 Prozent und 0,6 Prozent. Einen Verlust in Höhe von einem Prozent müssen die Aktien von BMW hinnehmen.

Der MDax wird heute angeführt von Kabel Deutschland, beinahe vier Prozent können die Papiere des Unternehmens hinzugewinnen. Der Grund dafür ist ein Übernahmeangebot von Liberty Global, dies soll sich in etwa 85 Euro für jede Aktie ausschlagen. Zuletzt war es Vodafone gewesen, das sich interessierte für Kabel Deutschland.

Am heutigen Vormittag steht die Veröffentlichung an vom ZEW-Konjunkturindex. Die Analysten, die wieder befragt worden sind von Reuters, gingen davon aus, dass es im Monat Juni zu einer Verbesserung kommen werde von 36,4 Punkte auf 38,1. Weiterhin im Fokus wird auch die Inflation stehen von Großbritannien. Seitens der Experten geht man hier davon aus, dass die Inflationsrate im Mai bei 2,6 Prozent gelegen hat verglichen mit dem gleichen Monat des Vorjahres. Noch im April waren es 2,4 Prozent gewesen.

Die nächste Runde wird heute auch eingeläutet im Streit rund um die Finanzplanung der EU. In Brüssel werden nun wieder die Vertreter von den Regierungen, von der EU-Kommission und auch vom Europaparlament versuchen, sich zu einigen auf die Finanzplanung für die nächsten sieben Jahre bis zum Jahr 2020, die rund eine Billion Euro umfassen soll. Gerechnet wird hier seitens der Diplomaten damit, dass es wohl zu einer Nachtsitzung kommen wird. Dennoch gilt es als sehr ungewiss, ob es zu einer Einigung kommen wird.

Einer solchen Finanzplanung will das Parlament allerdings nur dann zustimmen, wenn es den Regierungen gelingt, vorher eine Fehlbetrag auszugleichen, der eine Höhe aufweist von rund 11 Milliarden Euro für das laufende Haushaltsjahr. Angekündigt worden sind seitens der Regierungen, die sich nicht einig sind in dieser Frage, nur 7 Milliarden.

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