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Dax legt weiterhin zu

Noch immer wirken die Worte von Ben Bernanke nach, das Versprechen seinerseits, weiterhin für billiges Geld sorgen zu wollen, treibt die Aktienmärkte an. Auch heute kann der Dax deswegen wieder zulegen. Skepsis gibt es allerdings gegenüber dieser Geldpolitik in China.

Momentan scheint es an den Börsen keine eindeutige Richtung zu geben, denn es geht immer wieder nach oben und dann nach unten, und beides in recht extremer Weise. Dieses Szenario ist für die Anleger nicht gerade sehr angenehm. Allerdings scheinen die Worte von Ben Bernanke eine sehr beruhigende Wirkung zu haben, denn es reicht schon die alleinige Andeutung aus, dass die Geldpolitik so weiter fortgeführt wird, um die Anleger dazu zu bringen, wieder zuzugreifen bei den Aktien. Am gestrigen Donnerstag konnte man dies sehr gut erkennen, hier brachten die Worte Bernankes den Dax dazu, anzusteigen. Den Schwung, den der Dax dabei genommen hat, hält auch heute weiterhin an. Am heutigen Freitagmorgen konnte der Dax ein Plus verzeichnen in Höhe von 0,7 Prozent, er steht somit bei 8.215 Punkten.

Auch der MDax und der TecDax legten zu, beim MDax waren 0,2 Prozent mehr zu verzeichnen, er erreicht somit 14.032 Punkte, und auch der TecDax erreicht ein Plus in Höhe von 0,2 Prozent, so dass er bei 989 Punkten steht.

Erst am Abend des Mittwochs hatte Ben Bernanke zugesichert, dass die lockere Geldpolitik seiner Notenbank auf absehbare Zeit so anhalten wird, da die Wirtschaft seines Landes eine recht expansive Geldpolitik benötige. So wurden die Märkte mit einem Schlag die Sorgen los, die sie hatten bezüglich der baldigen Beendigung der lockeren Geldpolitik der Fed.

Markus Reinwand, Aktienstratege von der Helaba sagte, dass man nicht unbedingt davon sprechen könne, dass Bernanke zurückrudere, aber die Investoren seien so nervös mit Blick auf die Geldpolitik der USA, dass jedes Wort des Fed-Chefs auf die Goldwaage gelegt würde. Momentan helfe alles den Börsen was darauf hindeute, dass die Anleihekäufe der Notenbank erst später gedrosselt würden.

Sogar für einen Rekord konnten die Worte Bernankes sorgen, und das in seinem Heimatland. Der Dow Jones konnte zum ersten Mal in seiner gesamten Geschichte bei etwa 15.460 Punkten schließen, dies bedeutet ein Plus in Höhe von 1,1 Prozent. Zulegen konnte auch der S&P-500, hier waren es 1,4 Prozent mehr, somit liegt er bei 1.675 Punkten. Sogar ganze zwei Prozent kann der Nasdaq zulegen, er steht somit bei 3.059 Punkten. Auf Japan hatte die Ankündigung nicht solch eine große Wirkung, der Nikkei konnte lediglich zulegen um 0,2 Prozent, so dass er 14.527 Punkte erreicht.

Der Shanghai Composite in China fiel sogar, er verlor 1,4 Prozent. Gemischte Gefühle kommen auf in China wenn es um den Ausstieg geht der Fed aus der sehr lockeren Geldpolitik. Lou Jiwei, der Finanzminister Chinas, sagte in Washington, dass sein Land die Pläne von den USA unterstütze, das Anleihekaufprogramm zu beenden, wenn die Umstände es zuließen. Dies werde früher oder auch später der Fall sein. Dennoch sei es seiner Meinung nach auch wichtig zu bedenken, dass die Geldpolitik der USA Auswirkungen habe auf die eigene Volkswirtschaft, aber auch auf die komplette Geldpolitik. Dieser Schritt könnte durchaus für Schwellenländer und Entwicklungsländer in die Volatilität führen.

Jiwei rechnet für dieses Jahr mit einem Wachstum der Wirtschaft in Höhe von sieben Prozent. Der Minister wird durch die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua so zitiert, dass sich die Strukturreformen auszahlten trotz der Verlangsamung von der Wachstumsrate Chinas.

Zu den Gewinnern des heutigen Tages zählen die Aktien von RWE. Das „Wall Street Journal“ berichtet, dass das Unternehmen wohl hoffen kann, seine Öl- und Gasfördertochter Dea verkaufen zu können. Es habe erste Gespräche gegeben bezüglich einer Übernahme mit einem katarischen Staatsfonds. Die Zeitung berief sich auf zwei Personen, die mit dieser Angelegenheit vertraut sind. Dieses Vorhaben wurde begrüßt durch die Anleger, und somit legten die Aktien um 1,4 Prozent zu.

SAP profitierte heute von den guten Quartalszahlen, die der Konkurrent aus Indien, Infosys, vorlegte. Somit konnten die Papiere von SAP zulegen um 0,8 Prozent. Die Aktien von Infosys konnten nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen sogar um ganze 15 Prozent zulegen.

Volkswagen gehört am heutigen Tage zu den größten Gewinnern mit einem Plus in Höhe von 1,2 Prozent. Im ersten Halbjahr diesen Jahres gelang es dem Fahrzeughersteller, 4,7 Millionen Autos zu verkaufen, das sind etwa 5,5 Prozent mehr als dies noch im ersten Halbjahr des letzten Jahres der Fall gewesen ist. Durch diese Zahlen sahen sich die Analysten von JP Morgan dazu veranlasst, das Kursziel für Volkswagen anzuheben, und zwar von 185 Euro auf 213 Euro. Somit legten die Aktien gleich anschließend zu.

Die Spitzenposition im MDax nimmt heute Gagfah ein, hier gab es ein Plus in Höhe von 2,1 Prozent. Hier war es eine Kaufempfehlung, die von der Berenberg-Bank herausgegeben wurde, die zu diesem Plus führten. Die Experten erhöhten das Rating auf „buy“ von „hold“.

Das andere Ende haben die Papiere von Rheinmetall für sich gepachtet am heutigen Tage. Diese Aktien verloren 1,4 Prozent. Der Verkaufsdruck auf diese Papiere wurde erhöht durch Spekulationen darüber, dass ein Milliardenauftrag, der aus Saudi-Arabien kommen soll, zu scheitern drohe. Die Händler verwiesen in diesem Zusammenhang auf einen Bericht, der vom „Handelsblatt“ veröffentlicht wurde. Diesem Bericht nach ist es so, dass ein Geschäft mit dem Land, bei dem es um eine Lieferung geht von 270 Panzern vom Typ Leopard, wohl vor dem Aus stehen soll. Der Wert dieses Geschäfts läge bei einem Minimum vom fünf Milliarden Euro, der Lieferant dafür wäre Krauss-Maffei-Wegmann gewesen, der Hersteller aus Deutschland, für den Rheinmetall für gewöhnlich der Zulieferer ist. Stellungnahmen dazu gab es zunächst einmal nicht, weder von Rheinmetall noch von KMW.

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