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Dax kann die Marke von 8.300 Punkten überspringen

Die Erleichterung am Markt ist spürbar, auch weiterhin wird die US-Notenbank Fed die Märkte fluten mit Geld. Begeisterung macht sich unter den Anlegern breit, und so kann der Dax bereits am heutigen Morgen gut zulegen. Wieder stehen heute etliche Quartalszahlen an, und auch die EZB-Sitzung steht im Fokus der Anleger.

Die lockere Geldpolitik der Fed wird weiterhin anhalten, und auch die Konjunkturdaten, die aus China kommen, sind gut ausgefallen, und dadurch erhält der Dax am heutigen Morgen einen guten Schub. Der Dax konnte um 0,8 Prozent zulegen und erreicht 8.340 Punkte. Am gestrigen Mittwochabend hatte die US-Notenbank Fed mitgeteilt, dass sie weiterhin monatlich 85 Milliarden Dollar stecken will in Staatsanleihen und in Immobilienpapiere, bis sich die Konjunktur nachhaltig gebessert habe.

Diese Äußerungen seitens der Notenbank brachten an der Wall Street allerdings kaum Veränderungen mit sich, ein neuer Schwung blieb aus. Beinahe unverändert gingen sowohl der Dow Jones Index als auch der S&P 500 aus dem Handel. Allerdings hatte es im Tagesverlauf einige Kurssprünge gegeben. Während des Tages hatte es Konjunkturdaten gegeben, die überraschend gut ausgefallen sind, dies konnte die Stimmung von den Anleger noch etwas aufhellen. Im Juli ist es der Privatwirtschaft gelungen, mehr Stellen zu schaffen, als dies erwartet worden war. Dazu ist es noch so, dass die Wirtschaftsleistung der USA zulegte im zweiten Quartal des Jahres, und das überraschend deutlich.

Am heutigen Mittag wird die EZB ihre Sitzung abhalten. Hier wird aus geldpolitischer Sicht nicht erwartet, dass es zu Überraschungen kommt. Gegen eine erneute Senkung des Leitzinses, der momentan bei 0,5 Prozent liegt, sprechen die Konjunkturdaten. Allerdings wirft ein Versprechen der EZB wieder Fragen auf, und erneut wird es darum gehen, dass die EZB gesagt hat, die Zinsen auf dem momentan niedrigen Niveau halten zu wollen für eine längere Zeit. Bisher ist immer offen geblieben, auf welchen Zeitraum sich denn nun dieses Versprechen bezieht.

Es waren nicht nur die Äußerungen der Fed, die die Anleger sehr positiv stimmten, sondern auch die guten Signale, die die Industrie Chinas gesendet hat. Zuversicht macht sich breit. Der amtliche Einkaufsmanagerindex des Landes, kurz PMI, legte laut der nationalen Statistikbehörde zu von 50,1 Punkten aus dem Juni auf 50,3 Punkte. Die Erwartungen hatten bei 49,9 Punkten gelegen.

Einer der größten Dax-Gewinner ist heute Siemens. Die Aktien des Unternehmens können profitieren von einer Kaufempfehlung, die die Deutsche Bank gegeben hat. Die Papiere stiegen an um 1,3 Prozent. Die Stahlwerte dagegen wurden ausgebremst, Grund dafür ist eine Prognosesenkung von ArcelorMittal. Während die Aktien von Thyssen-Krupp im Dax beinahe unverändert lagen, mussten die Papiere von Salzgitter im MDax 0,5 Prozent abgeben. ArcelorMittal hatte seine Ziele zurückgenommen für das Jahr 2013 aufgrund einer Nachfrage, die unerwartet gering ausgefallen ist.

Weiterhin abwärts geht es für die Aktien von K+S. Sie starteten in den Handelstag mit einem Minus in Höhe von drei Prozent. Schon in den letzten beiden Tagen mussten die Papiere mehr als dreißig Prozent abgeben. Seitens der Analysten wird damit gerechnet, dass der Preis für Kali sehr drastisch sinken wird, und dies wäre ein harter Schlag für K+S.

Nachdem Metro seine Quartalszahlen vorgelegt hat, sind die Aktien des Unternehmens sehr gefragt. Nach einer längeren schlechten Phase ist es dem Konzern gelungen, wieder aus der Verlustzone herauszukommen. Metro konnte den Ausblick bekräftigen für das Rumpfgeschäftsjahr. Mehr als sieben Prozent konnten die Aktien des Unternehmens daraufhin zulegen.

Ins Minus ging es dagegen für BMW. Grund dafür sind die schlechteren Geschäfte in der Autobobil-Kernsparte. 2,3 Prozent mussten die Papiere abgeben, und somit mussten sie sich am unteren Ende des Dax einreihen. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen ging zurück um ganze 13 Prozent in der Sparte und erreicht noch 1,756 Milliarden Euro. Ein Händler sagte, dass die niedrigere Automobilmarge enttäuschen würde. Fester konnten dagegen Volkswagen und auch Daimler notieren, mit 0,8 Prozent und 1,5 Prozent.

Im weiteren Verlauf des Tages werden noch einige weitere Quartalszahlen anstehen, unter anderem werden Dürr, Continental, ProSieben Sat1 und auch Südzucker berichten.

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