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Börse weiter gehemmt durch die Hängepartie in Griechenland

Die Hängepartie in Griechenland geht immer noch weiter, bisher ist es nicht zu nennenswerten Ergebnissen gekommen, und das hemmt die Aktionen der Anleger an der Börse weiterhin.

Solange es keine Fortschritte gibt bei den Verhandlungen in Griechenland, ist es auch nicht möglich, die Aktienanleger hervorzulocken. Bei Handelsbeginn stand der Dax unverändert bei der Marke von 6776 Punkten. Laut Astramax-Fondsmanager Tetsu Emori wird der Risiko-Appetit aller Investoren von den Bedenken bezüglich Griechenland gedämpft, und das, obwohl sich das gesamte Umfeld zu verbessern scheine. Der Fondsmanager geht davon aus, dass sich die an den Verhandlungen beteiligten Parteien am Ende doch einigen werden. Es sei wohl das Interesse von niemandem, wenn Griechenland letztendlich doch zahlungsunfähig würde.

Beim Nebenwerte-Index MDax waren es die Aktien von Fielmann, die einbrachen, und zwar um 6,6 Prozent, sie standen dann bei 74,21 Euro. Grund hierfür waren die vorgelegten Geschäftszahlen, die die Börsianer sehr enttäuschten. Im Technologie-Index TecDax konnten die Papiere von Centrotherm zulegen, diese verteuerten sich auf 12,60 Euro, das macht 2,9 Prozent. Laut Medienberichten ist es so, dass dieser Zulieferer der Solarindustrie wohl einen Großauftrag erhalten haben soll aus Saudi-Arabien.

Ganz besonders belastet von der immer noch ungelösten Schuldenkrise in Griechenland zeigte sich der Nikkei-Index in Tokio. Noch am Montag hatte der Index, der 225 Werte umfasst, ein Drei-Monats-Hoch verzeichnen können, heute gab er allerdings um 0,13 Prozent nach und landete bei 8918 Punkten. Der Topix-Index, der etwas breiter gefasst ist, konnte dagegen im Plus schließen, und zwar mit 0,4 Prozent, so dass er bei 773 Punkten stand. Zulegen konnten auch die Börsen in Singapur, Taiwan und Seoul. In Shanghai und Hongkong ging die Tendenz dagegen ins Minus.

Es ist wohl eine Tatsache, dass den Griechen mittlerweile ganz einfach die Zeit davonläuft. Sollte es dem Land nicht möglich sein, recht bald eine Einigung zu finden mit den privaten Gläubigern, und natürlich auch gleichzeitig die Sparauflagen akzeptieren, die die Kreditgeber gefordert haben, dann wird es keinerlei weitere Finanzhilfen mehr geben, und Griechenland wird dann nicht mehr in der Lage sein, seine Schulden noch irgendwie bedienen zu können.

Bei den Einzelwerten war es heute so, dass gerade Toyota unter einer Beobachtung stand. Nach Börsenschluss legte die Autokonzern die Quartalszahlen vor. Bis zur Schlussglocke lag der Kurs dieser Aktien von Toyota im Minus.

Im fernöstlichen Handel bewegte sich die Gemeinschaftswährung Euro kaum. Bei den Devisenhändlern überwog wohl ein guter Optimismus bezüglich einer Lösung der Krise in Griechenland, aber dennoch verwiesen die meisten Händler darauf, dass der Euro sich weiterhin in recht unruhigen Gewässern befinde, wenn es nicht zu einer Vereinbarung käme. So stagnierte der Euro heute bei einem Wert von 1,3109 Dollar.

 

Bildquelle: Gerd Altmann  / pixelio.de

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