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Auf und ab beim Dax

Gleich nachdem der Handel am Morgen begonnen hatte, konnte der Dax ein weiteres Rekordhoch erreichen. Anschließend ging es dann aber auch gleich wieder hinunter ins Minus. Es ist der Auftritt von Notenbanker Ben Bernanke, auf den die Anleger recht gespannt warten.

Zu Handelsbeginn konnte der Dax einen Höchststand erreichen von 8.457 Punkten. Dies hielt allerdings nicht allzu lange an, dann drehte er gleich wieder ins Minus. Die Anleger fürchten momentan, dass die Fed, die amerikanische Notenbank, ihre Geldpolitik, die ja momentan sehr locker ist, beenden könnte. Dies hatte bereits dafür gesorgt, dass es an der New Yorker Wall Street zu moderaten Verlusten gekommen war. Belastet wurden dadurch auch die asiatischen Börsen. Dies teilte Darren Clarke, Händler bei Gekko Markets, mit.

Zehn Tage nacheinander war der Dax mittlerweile gestiegen, und im frühen Handel des heutigen Dienstags musste er 0,4 Prozent abgeben, somit stand er bei 8.427 Punkten. Nachgeben musste auch der MDax, er verlor 0,1 Prozent und erreicht 14.149 Punkte. Runter ging es auch für den TecDax, dieser verliert 0,52 Prozent und steht bei 966 Punkten. Auch der EuroStoxx 50 folgt diesem Beispiel, bei ihm ist ein Verlust zu verzeichnen von 0,3 Prozent, es werden noch 2.816 Punkte erreicht.

Ein Börsianer sagte, dass alle Marktteilnehmer momentan sehr gespannt warten würden auf den Auftritt, den Ben Bernanke, Chef der amerikanischen Notenbank Fed, morgen haben wird vor dem Kongress der USA. Vorher wolle sich wohl „niemand aus dem Fenster lehnen“. Seitens der Investoren erhofft man sich, dass Bernanke Aussagen dazu treffen wird, ob und wenn ja dann wann die Fed plant, ihr Ankaufprogramm für Wertpapiere zu drosseln oder gar zu beenden. Nachdem es eine ganze Serie an Konjunkturdaten aus den USA gegeben hat, die sehr ermutigend waren, wird darüber spekuliert, und das recht heftig.

Der Ansicht nach von einigen Experten spricht einiges für Aktien, zumindest so lange, wie das billige Geld weiterhin fließt, das von den Notenbanken kommt. Die Staatsanleihen würden momentan kaum etwas abwerfen, und auch sparen sei momentan nicht lohnenswert. Daher kommen die Anleger wohl um Aktien eigentlich gar nicht herum. In der letzten Zeit ist es auch so, dass die Notenbanken vermehrt wieder Aktien kaufen.

Hans-Jörg Naumer, Allianz Global Investors, fasst zusammen, dass recht wenig spreche für einen Gipfelabstieg, dennoch sollte gerechnet werden mit einem Steinschlag. Für den Aufschwung fehle momentan noch die letzte Überzeugungskraft, dies werde bestätigt durch die geringen Umsätze an den Börsen. Gut abgesichert könnten Kursgewinne letztendlich nur sein, wenn die Daten auch fundamental recht gut abgesichert würden, und nicht nur allein auf dem Geld der Zentralbank. Naumer schließt daher nicht aus, dass es zu Rücksetzern kommen könnte.

Die Autotitel, die zuletzt recht gut gestiegen waren, verzeichneten heute ein Minus, am schlimmsten erwischte es Daimler, diese Titel mussten einen Abschlag hinnehmen von 2,79 Prozent. Aber auch bei den Banken sieht es nicht sehr erfreulich aus, unter Druck geriet hier wieder einmal die Commerzbank. Die Spitze des Dax konnten heute die Aktien von Infineon erklimmen, diese verzeichneten ein Plus in Höhe von 1,92 Prozent, nachdem sie vorher eigentlich eher weniger gefragt gewesen sind.

Heute wird Microsoft auch seine neue Xbox vorstellen. Der Erfolg dieser Spielekonsole ist sehr wichtig für den Konzern. Entgegen Windows Mobile, dem mobilen Betriebssystem, und den Tablets, ist die Xbox auf der ganzen Welt sehr erfolgreich. Seitens einiger Experten wird daher bereits darüber spekuliert, dass wahrscheinlich auch bald eine Version erscheinen könnte für Tablets und Handys, oder vielleicht gibt es auch ein ganz eigenes Tablet nur für das Gaming.

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