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Anleger sind erleichtert – Schotten bleiben weiter im Königreich

Erleichterung nach Schottland-ReferendumAm gestrigen Tage hatte die Abstimmung in Schottland stattgefunden, die Schotten entschieden darüber, ob man im Königreich verbleiben wolle oder doch lieber unabhängig sein möchte. Das Ergebnis der Abstimmung lässt die Anleger aufatmen, denn die Schotten werden auch weiterhin im Königreich bleiben. Dementsprechend griffen sie auch am Morgen bei den Aktien zu.

Die Mehrheit der Schotten hat sich gegen die Unabhängigkeit ausgesprochen. Am Morgen waren 30 der insgesamt 32 Wahlbezirke ausgezählt, und zu dem Zeitpunkt stand das Ergebnis gegen die Unabhängigkeit bereits fest. Die Anleger und Experten haken nun diese Abstimmung ab, und die Unsicherheit an den Märkten lässt wieder etwas mehr nach, weil ein Faktor nun wegfällt.

Diese Entscheidung sorgte nicht nur an der britischen Börse für Aufschwung, auch der Dax erhielt Rückenwind. Der Leitindex startete mit 9.843 Punkten in den Tag. Zwischenzeitlich erreichte er 9.892 Punkte. Am Mittag verbuchte der Dax ein Plus von 0,7 Prozent und notierte bei 9.869 Punkten. Auch in der zweiten Reihe ist am heutigen letzten Handelstag der Woche alles im grünen Bereich. So legte der MDax 0,5 Prozent zu und erreichte 16.357 Punkte. Beim TecDax gibt es ein Plus von 0,8 Prozent, er notiert somit bei 1.261 Punkten. Auf die Woche gesehen kann der Dax ein Plus in Höhe von zwei Prozent verbuchen.

Es könnte aber doch noch zu etwas Bewegung kommen an der Börse, denn heute steht wieder der so genannte Hexensabbat an. Zu diesem Zeitpunkt laufen viele Termingeschäfte aus. Dadurch ist es notwendig, dass einige Wertpapiere gekauft oder auch verkauft werden. Zudem gibt es auch neue Geschäfte mit Derivaten, die abgeschlossen werden.

Bei den Einzelwerten setzten sich die Aktien von der Deutschen Telekom an die Dax-Spitze, sie konnten 2,9 Prozent hinzu gewinnen. Gleich dahinter platzierten sich die Titel von der Deutschen Post, die 1,7 Prozent zulegen konnten. Ein Plus von jeweils 1,5 Prozent erreichten die Papiere von BASF und Beiersdorf. Größter und fast einziger Verlierer im Dax sind die Titel von SAP, diese mussten bis zu 3,1 Prozent abgeben. Grund hierfür ist die geplante Übernahme von Concur. Diese soll recht teuer werden. Die Anleger sind nicht sonderlich erfreut darüber und schickten die Aktie in den Keller.

Die Titel von Krones setzten sich im Nebenwerte-Index MDax durch. Mit einem Plus von knapp zwei Prozent übernahmen sie die Spitze vor den Titeln von Bilfinger und Axel Springer, die jeweils 1,6 Prozent zulegen konnten. Mit einem Minus von jeweils 0,7 Prozent sind am Ende des Index die Titel von Hochtief und Rheinmetall zu finden. Mit einem Abschlag von 0,5 Prozent befindet sich Wacker Chemie ebenfalls im unteren Bereich des MDax.

Der TecDax hat einige gute Gewinner zu vermelden. Die Spitze nehmen die Titel von Kontron ein, die sehr gute 7,2 Prozent zulegen konnten. Abgeschlagen aber dennoch mit einem guten Plus von 3,2 Prozent liegen die Papiere von O2 auf dem zweiten Platz des Technologieindex. Die Aktien von Bechtle legten 2,3 Prozent zu, und einen Zuwachs von 2,2 Prozent verbuchten die Titel von Aixtron. Am Ende des TecDax liegen die Verlierer recht nah beisammen, jeweils 1,1 Prozent gaben die Aktien von PSI, Stratec und LPKF Laser ab.

Die Vorgaben aus den USA und aus Asien waren heute gut. Der Nikkei-Index schloss die Handelswoche in Japan ab mit einem Plus von fast 1,6 Prozent, er notierte zum Börsenschluss bei 16.321 Punkten. Zwischendurch konnte der Index sogar ein Sieben-Jahres-Hoch erreichen. Zwei Faktoren wirkten hier zusammen, zum einen das positive Schottland-Referendum, zum anderen auch die Fortsetzung der lockeren Geldpolitik der amerikanischen Fed. Dies sorgte auch in den USA dafür, dass der Dow Jones neue Höhen erreichen konnte am gestrigen Donnerstag. Im Verlauf des Handelstages konnte er 17.275 Punkte erreichen, dies ist ein neues Rekordhoch. Der Dow Jones schloss den Handelstag ab mit einem Plus von 0,6 Prozent, er notierte bei 17.265 Punkten. So hoch konnte der Dow Jones bisher noch nie den Handel abschließen.

Am heutigen Tag stehen ein paar Zahlen an. Hierzulande werden die Erzeugerpreise bekanntgegeben für den Monat August. Interessant sich auch die Schulden im zweiten Quartal von den öffentlichen Haushalten. Dazu steht noch die Leistungsbilanz für den Euro-Raum im Monat Juli an, und auch die USA haben Zahlen zu bieten. Dort werden die Frühindikatoren veröffentlicht für den August.

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