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Anleger halten sich heute erst einmal zurück

Es war für den Dax heute ganz einfach, die Marke von 8.000 Punkten zu überwinden. Dennoch halten sich die Anleger am heutigen Freitag zunächst einmal zurück. Aber ist es gut möglich, dass der sogenannte „Hexensabbat“ doch sorgen wird für eine oder auch mehrere Überraschungen. Im Mittelpunkt werden heute die Inflationszahlen stehen.

Am heutigen Freitag kann der Dax seinen Handel beginnen nahe am Schluss des Vortages. Im Vormittagshandel liegt der Dax momentan bei 8.050 Punkten. Dies bedeutet ein Minus in Höhe von lediglich 0,09 Prozent. Allerdings ist zu erwarten, dass sich die Anleger im Verlauf des Handels noch positionieren werden für den sogenannten Hexensabbat. Am heutigen Mittag werden Futures und Optionen fällig auf Aktien und Indizes an den Terminmärkten.

Am Donnerstag hatte der Dax insgesamt 1,1 Prozent höher schließen können, und zwar bei 8.058 Punkten. Dieser Stand war seit dem Ende des Dezembers des Jahres 2007 nicht mehr erreicht worden. Der Grund dafür waren sehr erfreuliche Konjunkturdaten.

Aber auch an der Wall Street blieben alle Investoren auch weiterhin in der Rekordstimmung, die sie bereits vorher hatten. Am Donnerstag konnte der Dow Jones erneut fester schließen, und zwar um 0,6 Prozent. Dies bedeutet ein Rekordniveau in Höhe von 14.539 Punkten. Von seinem absoluten Allzeithoch ist der Dow Jones jetzt nur noch etwa zwei Punkte entfernt. Klettern konnte auch der Nasdaq-Composite, er stieg um 0,4 Prozent an. Auch die Kurse in Asien wurden nach oben getrieben, hier war der Grund dafür die Hoffnung darauf, dass die lockere Geldpolitik weiterhin anhalten wird. In Tokio konnte der Nikkei-Index zulegen um 1,5 Prozent, beim Shanghai-Composite waren es 0,9 Prozent mehr.

Eine weitaus größere Bedeutung für die Entwicklung an der Börse haben allerdings die Inflationszahlen für den letzten Monat für die Euro-Zone. Diese werden bekanntgegeben von der Statistikbehörde Eurostat. Aber auch die Inflationsrate der USA wird heute veröffentlicht.

Heute fielen die Aktien der Commerzbank um bis hin zu 2,3 Prozent, so dass sie noch 1,17 Euro erreichen. Dies ist der tiefste Stand seit dem Juli des Jahres 2012. Hier reagierten die Anleger auf die neuesten Anlageempfehlungen von unterschiedlichen Banken. JP Morgan und auch Barclays haben hier jeweils ein Kursziel herausgegeben, einmal 1,02 Euro und einmal 1,10 Euro.

An den Automärkten in Europa gibt es schon länger eine Absatzkrise, und dieser kann sich nun auch Porsche nicht mehr entziehen. Im letzten Jahr konnte die Marke nur eine operative Rendite in Höhe von 17,6 Prozent erwirtschaften, und das trotz einen absoluten Rekordabsatzes und zudem Bestmarken sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis. Im Jahr 2011 war es Porsche noch gelungen, eine operative Rendite zu erwirtschaften in Höhe von 18,7 Prozent. Die Aktie des Sportwagenherstellers verliert somit 1,5 Prozent.

Zugegriffen haben die Anleger allerdings bei den Aktien von Gerry Weber, und das trotzdem die Umsatzrendite rückläufig ist. Im MDax konnten diese Aktien am heutigen Freitag zeitweise zulegen um bis zu 1,3 Prozent. Analyst Philipp Rigters von Equinet schrieb, dass diese Ergebnisse ausgefallen seien wie erwartet, und sie seien eindeutig beeinflusst von dem schwachen Marktumfeld. Allerdings sei der Modekonzern auf einem sehr guten Weg, die Jahresziele für 2012/2013 auch zu erreichen. Zudem gebe es auch durchaus die Möglichkeit, dass der Konzern diese Ziele noch übertreffe, wenn sich das Marktumfeld doch noch verbessern sollte.

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