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Absturz beim Dax – wieder ist eine Notenbank schuld daran

Absturz und wieder PlusUnd wieder einmal zeigt sich der Einfluss der Notenbanken auf die Märkte. Heute war es die Notenbank der Schweiz die dafür gesorgt hat, dass die Märkte auf Talfahrt gingen. Ganz überraschend hatte die Notenbank ihren Mindestkurs gestrichen und gleichzeitig den Negativ-Zins abgesenkt auf 0,75 Prozent. Dies schockte die Anleger, und der Dax stürzte in den Keller.

Die Notenbanken, und immer wieder die Notenbanken – so kann man wohl am besten beschreiben, was für die größten Ausschläge an den Börsen zur Zeit sorgt. Am Morgen war es die Bank of Japan gewesen, die für Gewinne sorgen konnte, dann aber folgte am späteren Nachmittag der Absturz, ausgelöst durch die Schweizer Notenbank. Der Dax war mit 9.933 Punkten in den Tag gegangen, und konnte auch noch kurzzeitig zulegen auf 9.953 Punkte. Dann aber rutschte der Leitindex ab auf bis zu 9.637 Punkte. Allerdings kann sich der Dax wieder etwas erholen, er legte zum Mittag hin wieder zu auf 9.807 Punkte. Dies bedeutet zwar noch immer ein Minus von 0,1 Prozent, aber dennoch geht der Weg wieder aufwärts. Genauso wie dem Dax erging es auch den Indizes in der zweiten Reihe, auch dort waren der MDax und der TecDax zunächst gut gestartet, stürzten dann aber ab und erholen sich gerade wieder etwas. Zum Mittag hin verbucht der MDax ein ganz leichtes Plus, er erreicht 17.275 Punkte. Beim TecDax gibt es noch ein geringes Minus, der Index notiert bei 1.420 Punkten.

Ganz überraschend kam es für die Anleger, dass die Schweizer Notenbank ihren Mindestkurs aufgehoben hat von 1,20 Franken pro Euro und gleichzeitig noch den Negativ-Zins senkte auf 0,75 Prozent. Unter den Anlegern brach Panik aus, sie zogen sich aus den Märkten zurück. Zuvor hatte die japanische Notenbank noch für Freude gesorgt. Einem Bericht nach soll sie erwägen, die Inflation zu beleben mittels einiger geldpolitischer Maßnahmen. Als erster reagierte der Nikkei-Index darauf, er legte gute 1,9 Prozent zu. Aber auch der Shanghai Composite konnte profitieren, er erreichte ein Plus von 3,5 Prozent.

Unter den Einzelwerten im Dax stach heute die Aktie von Beiersdorf heraus, sie konnte gute 4,9 Prozent zulegen und übernahm die Spitze des Leitindex. Grund dafür waren die guten Zahlen, die das Unternehmen vorlegen konnte. Der Umsatz konnte im vergangenen Jahr gesteigert werden um 2,3 Prozent. Auf dem zweiten Platz im Index sind die Werte von ThyssenKrupp zu finden, diese legten 1,8 Prozent zu. Auch die Papiere von K+S mischen oben mit, sie können 1,6 Prozent zulegen. Schlusslicht im Dax sind die Aktien von Adidas, diese verlieren 0,7 Prozent. Davor stehen die Werte von Linde mit einem Abschlag von 0,6 Prozent, und die Titel von Infineon büßen 0,4 Prozent ein.

Den ersten Platz im MDax übernahmen am Morgen zunächst die Papiere von Kion mit einem Plus von fast fünf Prozent, im Laufe des Vormittags mussten sie aber den ersten Platz abgeben und erreichten noch einen Zuwachs von drei Prozent, ebenso wie die Werte von Leoni. Sieger zum Mittag hin sind die Aktien von Aurubis mit einem Plus von 4,5 Prozent. Den letzten Platz müssen die Titel von Kuka einnehmen, sie geben 2,1 Prozent ab. Für Gerry Weber und die Hannover Rück geht es jeweils 1,7 Prozent abwärts.

Größter Gewinner im TecDax sind die Aktien von BB Biotech, diese legten 3,9 Prozent zu. Für die Titel von Nemetschek geht es 2,1 Prozent aufwärts, und die Werte von Bechtle können einen Zuwachs von 1,8 Prozent erreichen. Auf der Verliererseite sind die Papiere von Aixtron zu finden, diese geben 2,8 Prozent ab. Die Werte von United Internet verlieren 1,4 Prozent, und die Aktien von Kontron müssen einen Abschlag von 1,3 Prozent hinnehmen.

Wie es aussieht, ist zur Zeit nichts wirklich beständig an den Börsen. Gewinne halten oft nicht lange an, ebenso wie Verluste, denn nach dem herben Schlag und dem Absturz der Indizes geht es für alle mittlerweile wieder aufwärts, sowohl Dax als auch MDax und TecDax befinden sich am Mittag wieder klar im Plus. Die Anleger schauten heute gespannt auf das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands, hierzu gab das Statistische Bundesamt heute Zahlen bekannt. Im vergangenen Jahr konnte das BIP Deutschlands ansteigen um 1,5 Prozent, die Herbstprognose der Bundesregierung hatte lediglich mit einem Wachstum in Höhe von 1,2 Prozent gerechnet. Wieder einmal war es der private Konsum, der das Wachstum richtig antrieb.

 

 

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