Dax kratzt bald an der Marke von 7000 Punkten

In der letzten Woche hatte es eine richtige Rally gegeben an der Börse, und am heutigen Montag steht des Kurs des Leitindexes ganz eindeutig in Richtung der Marke von 7000 Punkten. Dank der guten Signale, die aus Asien kommen, wird der Dax gestützt.

Wieder einmal ist es eine Hoffnung, die den Dax antreibt. Dieses Mal hoffen die Anleger darauf, dass die EZB schon bald eine etwas aktivere Position einnehmen könnte bei der Bekämpfung der in Europa herrschenden Schuldenkrise. Und schon steuert der Dax die Marke von 7000 Punkten an. Diese Marke hat der Index zum letzten Mal im April erreichen können. Am heutigen Mittag hatte sich der Dax bereits verbessert um 0,6 Prozent, er lag bei 6.909 Punkten. Erst am letzten Freitag hatte der Leitindex ganze vier Prozent zulegen können. Der Grund dafür waren die guten Konjunkturdaten aus den USA. Zum ersten Mal seit dem Mai diesen Jahres hatte der Dax zum Wochenende schließen können bei einer Marke von über 6800 Punkten. Auch der MDax legt zu, mehr als ein Prozent kann er an Plus verbuchen und liegt somit bei 11.103 Punkten. Beim TecDax sind es 0,7 Prozent mehr, er liegt bei 791 Punkten. Der Euro hält sich momentan bei 1,23 Dollar.

Christian Schmidt, Analyst bei der Helaba, schrieb, dass man seitens des Marktes nun damit rechne, dass schon im September erste Käufe von Staatsanleihen der verschuldeten Länder Spanien und Italien stattfinden könnten.

Laut der Börsianer ist es wohl auch so, dass auch die guten Nachrichten aus Griechenland stützend wirken. Hier hatte man sich am gestrigen Sonntag mit den internationalen Kreditgebern einigen können auf die Eckpunkte, die für ein neues Sparpaket benötigt werden. Allerdings warnten die Händler auch gleichzeitig wieder, eine zu große Risikobereitschaft an den Tag zu legen angesichts der noch immer bestehenden Unsicherheiten, die es gibt bezüglich der Schuldenkrise in Europa.

Erst in der letzten Woche hatten die Notenbanken Fed und EZB ihre Zinsentscheide bekanntgegeben, aber sie hatten keinerlei weitere Maßnahmen dabei angekündigt. Dennoch erwarten die Börsianer, dass der Chef der EZB, Mario Draghi, seinen großen Worten bald Taten folgen lassen wird, beispielsweise durch ein Aufkaufprogramm für Anleihen von den EU-Ländern, in denen es kriselt. Weniger wichtig sei der Zeitpunkt, wann neue Hilfen angekündigt werden, es komme einzig und allein darauf an, welche Grundhaltung die Zentralbank an den Tag legt, und diese ist eindeutig, denn Mario Draghi will auf jeden Fall den Euro retten, und das um jeden Preis.

Jim O´Neill, der Chairman bei Goldman Sachs Asset Management, erklärte in einer Kundennotiz, dass wenn man es genau betrachtet es „ziemlich deutlich“ werde, dass etwas Größeres unterwegs sei. Seiner Meinung nach deuten sowohl das Ausbleiben von Aktionen der Zentralbank als auch die Kommentare von Mario Draghi in der letzten Woche sowie auch der Besuch von Tim Geithner, dem Finanzminister der USA, darauf hin, dass es in den nächsten Wochen zu einem Eingriff kommen könnte, der sehr durchdacht sein wird.

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