Nächstes Jahr könnte der Rentenbeitrag sinken unter 19 Prozent

Es war zwar sowieso bereits geplant, dass der Beitragssatz für die Rentenversicherung gesenkt werden soll im nächsten Jahr, aber nun wurde bekannt, dass er wohl noch stärker gesenkt werden kann, als man das bisher geplant hatte. Laut einem Bericht des „Handelsblatts“ sei es durch eine gute Entwicklung der Konjunktur möglich, dass der Beitrag im nächsten Jahr gesenkt werden kann auf 18,9 Prozent, so niedrig ist der Beitrag schon seit siebzehn Jahren nicht mehr gewesen.

Es wäre auf jeden Fall eine große Entlastung, nicht nur für die Arbeitnehmer in Deutschland, sondern auch für die Arbeitgeber. Bisher war eine Senkung geplant gewesen von 19,6 Prozent auf 19,0 Prozent. Jetzt sollen es laut dem „Handelsblatt“, das sich beruft auf Informationen von Insidern, sogar ab dem 1. Januar 18,9 Prozent werden können.

Dies würde bedeuten, dass der Beitragssatz zum ersten Mal wieder seit dem Jahr 1995 unter der Marke von neunzehn Prozent liegt. Insgesamt bedeutet dies eine Entlastung für die Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die bei je etwa 500 Millionen Euro liegen würde.

In der Zeitung wird als Grund genannt für diese eventuell mögliche Herabsetzung, dass es eine positive Entwicklung gegeben habe bei den Einnahmen für diese Rentenversicherung. Laut dem Bericht hat die Rentenkasse im Juni ein Plus verbuchen können gegenüber dem Jahr zuvor bei den Pflichtbeiträgen, das bei 3,9 Prozent liegt. Eingenommen wurden 14,9 Milliarden Euro.

Wird das auch noch bereinigt um die Effekte, die sich aus der Beitragssatzsenkung ergeben, die zum ersten Januar stattgefunden hat, dann ergeben sich hier sogar 5,4 Prozent. Seitens der Wirtschaftsinstitute war bisher lediglich ein Zuwachs erwartet worden von vier Prozent, und zwar für das gesamte Jahr. Die Bundesregierung war etwas pessimistischer und rechnete mit drei bis vier Prozent.

Es ist auch durchaus möglich, dass die Rücklagen, die die Rentenversicherung gebildet hat, auch die Erwartungen übertreffen könnten. Bisher war man von 28,8 Milliarden Euro ausgegangen. Dies ist eine Summe, die in etwa 1,7 Monatsausgaben entspricht. Laut der momentan geltenden Rechtslage ist es so, dass der Rentenbeitrag gesenkt werden muss, wenn eine Rücklage erreicht wird von mehr als 1,5 Monatsausgaben. So schön sich dies auch anhört, momentan wird auch darüber diskutiert, ob diese Rücklage nicht erhöht werden soll auf drei Monatsausgaben.

Fest steht auf jeden Fall, dass die Rücklagen im kommenden Dezember die höchsten sein werden, die es bisher gegeben hat innerhalb der umlagenfinanzierten Rentenversicherung. Eine ähnliche Summe war lediglich einmal erreicht worden im Jahr 1992, damals waren es etwa 25 Milliarden Euro umgerechnet.

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