Weiterhin Talfahrt beim Dax

Am heutigen Montag setzt der Dax weiter seine Talfahrt fort. Der Leitindex notierte hier rund zwei Prozent niedriger. Der Grund ist hier auf jeden Fall die Angst davor, dass es zu einer Pleite Griechenlands kommen könnte. Teilweise fällt der Euro auf ein Tief, das er seit zwei Jahren nicht mehr gehabt hat.

Die neue Woche beginnt der Dax in derselben Weise, wie er die alte auch beendet hat, und zwar mit Verlusten. Der Dax notierte am Montag etwa 1,7 Prozent schlechter, so dass er bei 6517 Punkten lag. Einen recht empfindlichen Rücksetzer hatte es schon am letzten Freitag gegeben, da war der Dax aus dem Handel gegangen mit einem Minus, das bei 1,9 Prozent lag. Verluste verzeichnet heute auch die sogenannte zweite Reihe. Hier sackte der MDax ab um ganze 2,1 Prozent, so dass er bei 10.581 Punkten lag. Gleichzeitig verliert hier der TecDax 1,95 Prozent, so dass er bei 753 Punkten landet.

Ein Händler sagte, dass die Euro-Krise erneut für eine Verunsicherung sorge, vor allen Dingen sei heute die Diskussion in aller Munde, die sich um erneute Finanzhilfen für Griechenland dreht. Zudem merkte er an, dass auch die Finanzprobleme, die die Provinzen Spaniens haben, nicht gerade dazu beitragen, dass es zu einer Beruhigung komme.

Momentan sieht es so aus, dass eine Pleite von Griechenland und somit auch der Austritt aus der Euro-Zone wohl immer wahrscheinlicher wird. Laut einem Zeitungsbericht ist Bundeskanzlerin Merkel nicht bereit, noch einmal weitere Hilfen zu gewähren für Griechenland. Athen benötigt aber weitere Darlehen in Höhe von bis hin zu 50 Milliarden Euro, daher werde es immer wahrscheinlicher, dass es zu einem Bankrott kommt in Griechenland. Dies berichtet die „Süddeutsche Zeitung“.

Laut einem Bericht des „Spiegel“ will auch der IWF, also der Internationale Währungsfonds, keine weiteren Hilfen für Griechenland gewähren. Einige ranghohe Vertreter des IWF hatten bereits der EU-Spitze signalisiert, dass der IWF sich nicht beteiligen werden an weiteren Hilfen für Griechenland. Dies ist in der aktuellen Ausgabe des Magazins zu lesen, allerdings wird keine näheren Quellenangabe gemacht. Somit wird eine eventuelle Pleite von Griechenland immer wahrscheinlicher, diese könnte bereits im September stattfinden.

Auch erneute Sorgen um Spanien machen die Stimmung nicht gerade besser. Zum einen erklärte die Region Valencia, dass sie die Zentralregierung des Landes in Madrid bitten werde um Hilfe bezüglich der Rückzahlung der Schulden, und zum anderen nahm der Ministerpräsident Spaniens, Mariano Rajoy, mit dem Blick auf das Wirtschaftswachstum des Landes eine frühere Prognose dazu zurück. So wurden auch erneut die Anleihen Spaniens unter Druck gesetzt. Somit erreichte die Rendite der zehnjährigen Anleihen Spaniens wieder einen Wert, der über zehn Prozent lag. Dies ist ein Niveau, welches auf Dauer für einen Staat als nicht tragbar und finanzierbar gilt.

Durch diese Unsicherheit gab es erneut einen großen Run auf die Bundesanleihen Deutschlands, und das sorgte dafür, dass die Rendite für die zehnjährigen Anleihen des Bundes auf ein neues Allzeittief fiel, sie liegt bei 1,17 Prozent. Als Folge davon kam es nun zu einem Renditeabstand zwischen den zehnjährigen Anleihen Deutschlands und den spanischen Pendants von rund sechs Prozentpunkte.

Weniger ermutigend sind auch die Vorgaben, die aus Asien kommen. Am Montag lag der Nikkei-Index kurz vor Handelsschluss bei rund 1,4 Prozent im Minus, und beim Shanghai-Composite sind es 1,2 Prozent weniger. Auch die Wall Street musste ihre Verluste am Freitag ausweiten nach dem Handelsschluss an den Börsen in Europa. Hier verlor der Dow-Jones-Index um 0,9 Prozent, beim S&P500 war es 1 Prozent, und der Nasdaq-Composite musste 1,4 Prozent abgeben.

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