Heute sind die Anleger wieder eher zurückhaltend

Momentan pendelt der Dax um den Schluss des Vortages herum. Im Laufe dieses Tages wollen die Finanzminister der EU eine Telefonkonferenz abhalten bezüglich des Hilfsprogramms für die spanischen Banken.

In Folge gab es bis heute fünf Gewinntage, und so halten sich die Anleger heute wieder etwas zurück und lassen es ruhiger angehen. In diesem Aufschwung war der Dax angesprungen um etwa fünf Prozent, derzeit notiert der Dax fester um 0,1 Prozent, er steht bei 6.764 Punkten.

Der MDax kann einen Gewinn verbuchen von 0,2 Prozent, er landet bei 10.927 Punkten. Nachgeben muss heute lediglich der TecDax, er verliert 0,2 Prozent und steht bei 773 Stellen. Werner Bader, Analyst von der Landesbank Baden-Württemberg, meinte, dass vor dem Wochenende die Bereitschaft für Gewinnmitnahmen deutlich angestiegen war, vor allen Dingen bei den Marktteilnehmern, die kurzfristig orientiert seien.

Die Situation sei nach wie vor noch immer recht labil, und es sei durchaus möglich, dass die momentane gute Stimmung auch ganz schnell wieder kippen könnte. Die Anleger sollten heute im Verlauf des Handels vor allen Dingen weiterhin das Thema Spanien im Fokus behalten. In einer Telefonkonferenz werden die Finanzminister der Staaten des Euro beraten über das geplante Hilfsprogramm für die spanischen Banken.

Bei der gestrigen Sondersitzung des Bundestages hatten 473 Abgeordnete von 583 dafür gestimmt, dass vom EFSF bis hin zu 100 Milliarden Euro bereitgestellt für die Banken in Spanien.

Das weitere Interesse gilt auch der Bilanzsaison, die in den USA ansteht. Überraschen konnten hier sowohl der Onlinehändler Ebay als auch IBM. Die Aktien beider Unternehmen verteuerten sich daraufhin um je mehr als 3 Prozent. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres konnte Ebay im vergangenen Quartal seinen Umsatz steigern um 23 Prozent, der Gewinn stieg um 16 Prozent.

Für das gesamte Jahr hat IBM seine Ergebnisprognose erhöht. Der Präsident von Liberty View Capital Management, Rick Meckler, sagte, dass sowohl IBM als auch einige andere Firmen durchaus zeigen, dass diese Zwischenberichte doch dann nicht so schlecht sind, wie man dies vorher befürchtet habe.

Die Solarwerte erhielten heute etwas Hilfe und konnten Gewinne einfahren. Grund dafür war die Aussicht darauf, dass es zu einem weiteren Antidumping-Verfahren kommen könnte gegen China. Im TecDax verteuerten sich sowohl SMA Solar als auch Solarworld. SMA Solar um knapp acht Prozent, Solarworld um rund sieben Prozent. Ein entsprechendes Verfahren wird vom Bundesumweltministerium erwogen gegen China bezüglich der Unterstützung solcher Solarfirmen. Solarworld hatte schon eine Klage in den USA angestrengt gegen die chinesischen Billigimporte zusammen mit weiteren amerikanischen Firmen. Dabei konnten sie einen Teilerfolg erzielen.

Ein Börsianer sagte, dass es für die Solarfirmen sicher eine sehr gute Nachricht wäre, wenn es zu einem weiteren Verfahren käme. Momentan klammere sich diese Branche, die krisengebeutelt ist, an jeden noch so kleinen Strohhalm. Seit Jahresbeginn haben die beiden Aktien dieser Firmen 67 und 49 Prozent verloren.

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