Niedrigste Inflationsrate seit Ende des Jahres 2010

Im Juni kosteten Dienstleistungen und Waren 1,7 Prozent mehr, als dies noch vor einem Jahr der Fall gewesen war. Dies ist somit die niedrigste Inflationsrate, die es seit Ende des Jahres 2010 gegeben hat. Ganz besonders beim Spritpreis gab es eine deutliche Entspannung. Es gibt aber auch ein Lebensmittel, das sehr teuer geworden ist.

In Deutschland steigen die Preise momentan immer langsamer an. Die Inflationsrate im Juni betrug 1,7 Prozent. Dies teilte am heutigen Mittwoch das Statistische Bundesamt mit in Wiesbaden. Zuletzt war es im Dezember des Jahres 2010 so gewesen, dass die Teuerung bei diesem Wert gelegen hat. Schon kurz danach stieg sie über die Marke von 2 Prozent. Unter diese Marke fiel sie erstmals wieder im Mai diesen Jahres, zu dem Zeitpunkt betrug die Inflationsrate 1,9 Prozent. Verglichen zum Mai sanken die Preise im Monat Juni um 0,1 Prozent. Somit konnten die Statistiker auch ihre vorläufigen Zahlen bestätigen von Ende Juni.

Einen stärkeren Anstieg als insgesamt legten die Preise hin, die für Lebensmittel bezahlt werden mussten. Diese Preise lagen im Juni 3,6 Prozent höher als noch ein Jahr zuvor. Somit ist ersichtlich, dass der Einfluss dieser Preise gesehen auf die gesamten Teuerung noch größer geworden ist. Einen absoluten Ausrutscher und zwar nach oben legte die Margarine hin. Der Margarine-Preis lag um ganz 15,8 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Dagegen wurde Butter günstiger, und das sogar um 21,4 Prozent.

Im Juni war Energie etwa vier Prozent teurer, als dies noch vor einem Jahr der Fall gewesen war. Bei der Haushaltsenergie gab es einen Anstieg von 4,9 Prozent, beim Tanken waren es 2,2 Prozent mehr. Dennoch hat der Preisdruck insgesamt bei der Energie doch allmählich etwas nachgelassen. Dies hat dann letztendlich auch sehr viel beigetragen zu dieser rückläufigen Inflationsrate, so die Statistiker. Die Mineralölprodukte verbilligten sich im Vergleich zum Mai, und zwar um 3,2 Prozent. 2,9 Prozent günstiger waren die Kraftstoffe, und auch die Preise für das leichte Heizöl gaben nochmals, bereits das vierte Mal hintereinander, nach. Hier ist ein Rückgang zu verzeichnen von 4,3 Prozent. Auch für Schuhe und Bekleidung mussten die Verbraucher weniger ausgeben, 1,5 Prozent genauer gesagt. Insgesamt verbilligten sich die Verbraucherpreise unter dem Strich vom Monat Mai auf Juni um 0,1 Prozent.

Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex, der für den europäischen Vergleich berechnet wird, stieg aller Voraussicht nach im Juni an um 2,0 Prozent. Errechnet wurden diese Zahlen mit Hilfe eines anderen Warenkorbs. Sie sind der Maßstab für die EZB, sie spricht bei einer mittelfristigen Inflation, die bei knapp unterhalb von zwei Prozent liegt, von stabilen Preisen.

Durch die zuletzt gesunkene Inflationsrate wurde auch die Entscheidung der EZB erleichtert für die Zinssenkung, die sie am vergangenen Donnerstag angekündigt hatte. Seitens der Zentralbank war der Leitzins gesenkt worden auf einen historischen Tiefststand in Höhe von 0,75 Prozent. So soll die Wirtschaft angekurbelt werden. Dennoch geht von niedrigen Zinsen auch immer die Gefahr aus, dass sie die Inflation anheizen könnten. Zudem gehen auch die Volkswirte davon aus, dass die Verbraucherpreise wohl wieder auf einer sehr breiten Front steigen werden, und zwar gegen der höheren Lohnabschlüsse, die es zuletzt gegeben hatte.

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