Anleger sind verunsichert – der Dax rutscht ins Minus

Momentan herrscht unter den Anlegern eine sehr schlechte Stimmung. Es gibt wohl kaum einen Investor, der im Moment noch daran glaubt, dass es zu einer Lösung in der Schuldenkrise Europas kommen wird. Zudem gibt es auch Anzeichen dafür, dass sich die globale Konjunktur noch weiter abkühlt. Das sorgt dafür, dass an den Börsen momentan verkauft wird.

Die Märkte werden heute von Zurückhaltung beherrscht. Am Morgen verliert der Dax gleich 0,4 Prozent und stand bei 6.415 Punkten. Auch MDax und TecDax waren nicht in der Lage, zu überzeugen. Der MDax verlor 0,7 Prozent und landete bei 10.488 Punkten, beim TecDax waren es 0,3 Prozent weniger, so dass er auf 758 Punkte kam.

Für diese Zurückhaltung der Anleger gibt es sehr viele Gründe. Einer ist sicherlich, dass die Börsen in Asien und Amerika recht schwach schlossen, aber auch die Tatsache, dass die üblichen Probleme in Europa weiter ungelöst bleiben. Es ist gerade Italien, welches schon seit dem gestrigen Tag im Fokus der Märkte liegt. So wie es momentan aussieht, eifert Italien dem Beispiel von Spanien nach. An den Börsen wird momentan eine recht heftige Diskussion darüber geführt, ob auch Italien Hilfen beantragen wird aus dem Rettungsfonds Europas. Diese Möglichkeit war seitens des Regierungschefs Mario Monti ins Spiel gebracht worden. Am Morgen pendelten die Renditen Italiens herum um die Marke von sechs Prozent.

Gerade erst hatte Spanien um Hilfen ersucht für die maroden Banken des Landes. Laut den Händlern fragen sich momentan immer mehr Investoren, ob es überhaupt möglich sei, die Schuldenkrise in Europa in den Griff zu bekommen.

Eine weiter Unsicherheit kommt momentan aus Deutschland, denn hier wird das Bundesverfassungsgericht entscheiden über Klagen, die es gegen die Zustimmung zum Fiskalpakt und dem ESM Rettungsfonds gegeben hat. Die Lage scheint schon recht dramatisch zu sein, dies kann man ersehen aus der Reaktion des Bundesfinanzministers Schäuble, der dem Verfassungsgericht eindeutig die Tragweite zeigte der anstehenden Entscheidung. Dazu bat er um eine recht schnelle Entscheidung. Generell ist es so, dass die Nervosität an den Märkten definitiv sehr hoch ist. Zwar wolle die Bundesregierung keinerlei Druck ausüben, aber es sei dennoch „eine Frage von Wochen“.

Ein Händler sagte, dass es momentan nichts gebe, was den Markt noch antreiben könne. Die Konjunkturaussichten seien sowieso bereits sehr trübe, und dazu kämen nun auch noch Geschäftszahlen, die ziemlich enttäuschend seien.

Bereits am Dienstag schürte der Pessimismus von einigen Technologiefirmen die Furcht seitens der Investoren, dass es zu einer globalen Konjunkturflaute kommen könnte, und auch die Folgen dieser Flaute für die Gewinne der Unternehmen in den USA kommt dazu. James Dailey, TEAM Asset Strategy Fund, sagte, dass sich der Markt momentan ganz langsam darauf gefasst macht, dass man auf dem Weg sei in eine globale Rezession.

Heute stehen sowohl die Verbraucherpreise von Deutschland für den Monat Juni an, als auch die US-Handelsbilanz vom Mai, das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank von Juni und die Großhandelsdaten der USA vom Mai.

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