Der IWF fürchtet wegen der schwachen Konjunktur eine Abwärtsspirale für die Weltwirtschaft

Der Exportboom ebbt momentan in China ab, in Amerika gibt es weniger Jobs, die neu geschaffen werden, und die Euro-Krise würgt innerhalb von Europa das Wachstum ab. Es ist nicht zu übersehen, dass die Weltwirtschaft heute vor Problemen steht, die immer größer werden. Christine Lagarde, Chefin des IWF, erwartet, dass sich die gesamte globale Konjunktur weitaus schlechter entwickeln wird, als man dies gehofft hatte.

Sie sagte am Freitag, dass der Ausblick in den letzten Monaten Züge angenommen habe, die besorgniserregend seien. Vermutlich werde der IWF die eigene Prognose recht bald nach unten korrigieren, ausgegangen wird hier von einer Wirtschaftsentwicklung, die noch schwächer ist.

Die Nachrichten, die Anlass zur Sorge geben, mehren sich momentan auch wirklich. Nach Einschätzung der Regierung Chinas könnte der Handel des Landes in diesem Jahr zurückbleiben hinter dem eigenen Wachstumsziel, das bei zehn Prozent liegt. Es hieß, dass das Land mehr Hightech-Produkte importiere sowie auch Bauteile, Konsumgüter und Energie, währenddessen hätten kleinere Exporteure zu kämpfen mit Kreditengpässen.

Wenig erfreuliche Signale gibt es auch aus den USA, dort versucht die Regierung auch bereits seit langem, den gesamten Arbeitsmarkt mobilisieren zu können, und natürlich auch neue Jobs zu. Dennoch sei die Entwicklung insgesamt etwas schlechter, als man dies erwartet hatte. Die Analysten rechnen hier mit gerade einmal 95.000 Jobs, die neu geschaffen wurden, und das sind weitaus weniger, als man sich erhofft hatte. So lag auch der Dax heute morgen im Minus.

Auch die Senkung des Leitzinses seitens der EZB machte den Anlegern und den Ökonomen recht wenig Hoffnung. Diese Entscheidung ist zwar historisch, wird aber die Konjunktur, die arg am schwächeln ist, wohl nur wenig stimulieren. Der Zinssatz richtet sich dafür immer nach dem Leitzins, der aktuell ist. Sinkt dieser, dann zahlen auch die Banken nicht so viele Zinsen an die EZB. Dennoch vergeben die Banken auch nicht mehr Kredite an die Unternehmen, denn dazu fehlt ihnen ganz einfach das Vertrauen.

Das wirtschaftliche Wachstum wird derweil auch durch die Euro-Krise gedrosselt. Sehen kann man das beispielsweise an den Absätzen von PSA Peugeot Citroën, dem französischen Autohersteller. Die weltweiten Auslieferungen gingen hier im ersten Halbjahr zurück um 13 Prozent, sie lagen somit bei 1,62 Millionen Fahrzeugen. Der Absatz brach innerhalb Europas sogar um 15 Prozent ein verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Den Angaben des Unternehmens nach ist hier ein Hauptgrund, dass es in den Euro-Ländern, die durch Schulden geplagt werden, ein mangelndes Kundeninteresse gebe.

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